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Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » Di Aug 14, 2018 7:30 pm

hallo Markus,

Markus W. hat geschrieben:Ohne jahrelange Recherche hauptsächlich in diesem Forum hätte ich wahrscheinlich nie wieder zu imkern begonnen,



na das ist doch toll!!!!!!
:aplauso:

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Markus W. » Mo Aug 13, 2018 8:32 pm

ein Imkerkollege erzählte mir, daß die Varroa etwas größer geworden sei.
Es zieht sich wie ein roter Faden durch: Überall, wo wir Menschen versuchen, der Natur ins Handwerk zu pfuschen, rächt sich das irgendwann, und bei den Bienen hilft kein "Mittel" mehr, denn die Varroa ist ja nicht blöd und stellt sich drauf ein.
Es muß sich eben ein ausgeglichenes Parasit - Wirt Verhältnis einpendeln.
Wenn man das dann endlich geschafft hat, und das sind doch schon einige, dann macht die Imkerei wieder weniger Arbeit! - Keine Milbenzählerei mehr, keine Behandlungen mehr, kein Zucker muß gekauft werden, kein Zuckersirup muß angerührt werden ...
Vor der Varroa habe ich alles nicht so hinterfragt wie jetzt, weil es den Bienen ja "gut" ging, und ich kann mich an keine Bienenverluste erinnern.
Ohne jahrelange Recherche hauptsächlich in diesem Forum hätte ich wahrscheinlich nie wieder zu imkern begonnen, danke, bee! :gracias:
viele Grüße Markus

Verhaltensänderungen der Varroamilben

Beitrag von bee » Mo Aug 13, 2018 7:04 pm

Verhaltensänderungen der Varroamilben, weniger phoretische Milben auf den Bienen

Nach Untersuchungen eines Biologen einer spanischen Universität, hat sich das Verhalten der Varroamilben in den letzten Jahren verändert.
Das erklärt auch warum viele Behandlungsarten nicht mehr funktionieren können.
Das Verhältnis der Milben, die sich in den Brutzellen aufhalten, zu denen, die sich auf den Bienen befinden, hat sich verändert.

-> mehr lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3170



Auf einer Imkerkonferenz berichtete ein Biologe, der an einer spanischen Universität arbeitet, daß sich die Verhaltensweisen der Varroen in den letzten 30 Jahren entschieden verändert haben.

– Früher waren die phoretischen Varroen häufig auf dem Rücken der Bienen zu finden und jetzt bevorzugen sie die Brust der Bienen.
Somit können viele Varroen auf den Bienen sein und man sieht sie nicht so einfach.


– Und das noch wichtigere ist daß früher ca 2/3 der Varroen sich in den Brutzellen aufhielten und ein drittel auf den Bienen phoretisch waren.Das hat sich auch schrittweise verändert und jetzt sollen es 85% in der Brut sein und nur 15% auf den Bienen.

Die Varroamilben verstecken sich immer mehr in der Bienenbrut, wo die meisten Behandlungen der Imker nicht hin kommen.


Fazit:
Oxalsäure und Chemiebehandlung der Bienenstöcke bei vorhandener Brut wird immer erfolgloser.

Einzige Lösung ist daß sich die Bienen aus eigener Kraft wehren.

Der Weg zurück zur biologischen Bienenhaltung

Beitrag von bee » So Aug 12, 2018 5:52 pm

Auszüge aus dem neuen Buch von Dee Lusby: Der Weg zurück zur biologischen Bienenhaltung (Teil2)

Heutzutage, während unserer gegenwärtigen Periode der wirtschaftlichen Geschäftsauflösungen und Einsparungen beginnen wir zu erkennen, das ein Anwachsen unserer Produktion pro Bienenstock in Menge und Qualität weitestgehend auf die Hoffnung gegründet ist, die Investitionen in unsere Bienen einschließlich eines Gewinns wieder zu erwirtschaften. Die Sicherheit von Nahrungsmitteln steht hier in den Vereinigten Staaten und überall auf der Welt im Blickpunkt der Öffentlichkeit, nachdem dies für einige Jahre hinter der Notwendigkeit, neue Gegenmittel für Krankheiten durch parasitäre Milben, Aasfressern und nachfolgende Infektionskrankheiten zu finden zurückstand. Dies wurde kompliziert dadurch, dass wir Imker versuchten, die Kosten pro erzeugten Pfunds Honig zu reduzieren oder neue Einkommensquellen zu erschließen mit Wanderungen zum Zwecke der Bestäubung von Kulturpflanzen. Dies wurde auch getan, um zukünftige neue Kosten durch betriebliche oder andere äußere Verpflichtungen stemmen zu können, wie der so genannten afrikanisierten Biene zu trotzen, die, wie manche meinen, auf unserem amerikanischen Kontinent Fuß gefasst hat.

Es ist meine tiefe Überzeugung, dass die beste Chance für das Überleben unseres Geschäftszweiges darin besteht, eine Selektion und Adaption von Bienenrassen und -stämmen NATÜRLICHER GRÖSSE auf unsere individuellen Standort-Besonderheiten hin durchzuführen. Es ist eine Angelegenheit, die besonderer Empfehlung wert ist: die große Bedeutung der Haltung von biologisch gehaltenen, natürlichen Rassen und -stämmen der Honigbienen hervorzuheben und wieder neu ins Bewusstsein zu bringen – und wenn auch mit hitzig vorgetragenen Argumenten. Nichts als Gutes kann das Ergebnis dessen sein, was ich schreibe und selbst wenn nur ein Imker bei der Stange bleibt und bis zum Erfolg kommt, egal, welchen natürlichen Stamm oder welche natürliche Rasse an Honigbienen er halten möchte, ohne Chemikalien, ätherische Öle, Antibiotika usw. zu benutzen, dann haben wir alle gewonnen.

weiter lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1456

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Siegfried » Sa Aug 11, 2018 10:09 pm

Hallo Bee,
Daher sage ich ja, dass absichtlich Werbung für die große Biene gemacht wurde. 99% glaubten den Müll und die "Wissenschaft" ist und bleibt eine Religion.
Wir wissen, dass große Bienen kein Vorteil gegenüber den kleinen Bienen haben. Das weiß jeder intelligente Mensch, wenn er sich mit der Thematik auseinander setzt.

Jemandem sagen, die Bienen wurden größer gezüchtet, weil die Wissenschaft einen Fehler gemacht hat und nur wenige die Weisheit besitzen das zu durchschauen.
Oder
Die Industrie wollte Mittelwände verkaufen und die Imker hätten niemals auf Naturwabenbau verzichtet, wenn sie gewusst hätten, was für negative Auswirkungen das haben würde.
Nur großzellige schlechte Mittelwände werden zu jeder Trachtzeit tadellos ausgebaut.
Kleinzellige schlechte Mittelwände fast gar nicht.
Es gab nur einen Weg Mittelwände zu etablieren.
Lügen.
Es ist dumm einem Lügner Unwissenheit zu unterstellen.
Geh davon aus, dass die Wissenschaftler und die Politiker genauso viel Wissen wie du. Ja, viele sind wirklich dumm (glauben jeden Müll), aber genauso viele Lügen auch.

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » Sa Aug 11, 2018 7:09 pm

hallo Siegfried,

Siegfried hat geschrieben:Mussten die Zellen größer werden, um Mittelwände verwenden zu können?


guter Gedanke
:wink:

Nur ist es so, dass wir historische Literatur haben, wo ausdrücklich eine größere Biene gefordert wird:

hier nachzulesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3449

da wird auf der Apimondia 1965 über Tendenzen zu VIEL größeren Zellen aus Italien berichtet:
Ich habe mir extra das Buch der Apimondia von 1965 gekauft und da steht:
Zwecks Erzielung größerer Bienen wird die Verwendung von Waben mit größeren Dimensionen nicht genügen, sondern wir werden ein Mittel suchen müssen, damit wir Weiseln und Drohnen von größten Dimensionen erhalten....


und aus Rumänien:

Die "große Zelle" war und ist der Gegenstand vieler Imker und Wissenschaftler zahlreicher Länder.


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Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Siegfried » Sa Aug 11, 2018 9:14 am

Was wäre wenn.
Kurz ein paar Gedanken von mir.
Wenn wir zurück schauen und uns die Mittelwände von damals vorstellen, könnte es sein, dass diese viel zu schlecht waren, als das die Bienen diese Mittelwände perfekt ausbauen konnten.
Nun hat man festgestellt, dass Mittelwände mit großen Zellen besser ausgebaut wurden. Unwissend, dass es schlecht ist wurden nun große Bienen propagiert um Mittelwände verkaufen zu können.
Mussten die Zellen größer werden, um Mittelwände verwenden zu können?
Gruß Siegfried

Ein fataler Fehler – Zellengröße der Bienenwaben

Beitrag von bee » Fr Aug 10, 2018 7:11 pm

Ein fataler Fehler

alte Rhombusmeßmethode:
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neue Meßmethode nach Baudoux
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Die alte Meßmethode (vor 1900) ergibt viel weniger Zellen pro dm² als die neue, durch Baudoux eingeführte. Vor Baudoux verwendete man Mittelwände mit ca 5 Zellen pro Zoll, was ca 800 – 830 Zellen pro dm² nach altem Maß entspricht und einem Zellmaß von 5,0 – 4,9mm. Aber es gab kein Umrechnungssystem und die Mittelwandfabrikanten nach Baudoux, in den 20ern bis 40ern, übernahmen das Maß der 800 Zellen/dm² aber wendeten die neue Meßmethode an. Dadurch kamen sie auf Zellengrößen von ca 5,4mm. Und anscheinend war sich keiner dieses gravierenden Fehlers bewußt, denn bis heute wurde dieses Maß beibehalten.

weiter lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1517

Re: Mittelwände unter 4.9mm

Beitrag von bee » Fr Aug 10, 2018 7:02 pm

hallo Thomas
Thomas. hat geschrieben:Ich möchte gerne Mittelwände unter 4.9mm erwerben. Wo bekommt man diese ?


Ich glaube die einzige Möglichkeit Mittelwände unter 4,9mm zu kaufen ist auf Mittelwandanbieter für Afrika zurückzugreifen.
Ich weiss dass die Firma Thorne in England Walzen für 4,7mm anbietet, ob sie auch Mittelwände in diesem Mass verkaufen weiss ich nicht.
Jedoch ist 4,7 für den Beginner viel zu klein, denn die europäischen Bienen werden das nicht auf Anhieb ausbauen.

Die andere Möglichkeit ist sich selber Mittelwände herzustellen.
Da gibt es bei uns Silikonmatrizen zum Eigenbau einer Gussform in 4,86mm und 4,80mm Zellgröße:

4,86mm Matrizen:
https://resistantbees.com/shop/index.ph ... &id_lang=1

4,80mm Matrizen:
https://resistantbees.com/shop/index.ph ... &id_lang=1

Mittelwände unter 4.9mm

Beitrag von Thomas. » Fr Aug 10, 2018 6:12 pm

Ich möchte gerne Mittelwände unter 4.9mm erwerben. Wo bekommt man diese ?

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