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Bienenläuse

Beitrag von bee » Di Apr 23, 2019 9:06 pm

wer kann Marion Bienenläuse zur Verfügung stellen?
:nachdenk:

die Bienenlaus und anderes

Beitrag von bee » Di Apr 23, 2019 8:56 pm

hallo Marion,

Marion hat geschrieben:Liebe Bienenfreunde,

Ich bin ganz neu hier und ... überhaupt gar kein Imker, sondern Entomologin, genauer gesagt Dipterologin, also mit Fliegen und Mücken zugange. Ich hab aber ein besonderes Anliegen, das eben doch mit Bienen zu tun hat, und da bräuchte ich Eure Hilfe:

Für meine morphologischen Untersuchungen an den inneren weiblichen Geschlechtsorganen der Bienenlaus Braula coeca bin ich nämlich dringend auf der Suche nach frischem Material.

Die in Deutschland wohl inzwischen sehr selten gewordene Bienenlaus wurde im letzten Herbst schon mal in Eurem Forum erwähnt. Und sie wurde erst kürzlich von Jeff Kearns im Deutschen Bienenjournal (4/2019, S. 13) vorgestellt. Sie ist nur 1–1,5 mm groß und flügellos mit einem gedrungenen, glänzendbraunen Körper. Die kräftigen Beine haben auffällige "Plattfüße" mit kurzen, breiten Fußgliedern. Bienenläuse halten sich im Bienenstock am Körper der Bienen, besonders häufig am Körper der Königin, auf und fressen bei deren Futteraufnahme mit. Ernste Schäden treten nur bei Massenbefall auf.

Bienenläuse sind klein – die von mir untersuchten Organe noch viel kleiner. Das lässt sich an getrockneten oder über viele Jahre in Alkohol eingelegten Museumsexemplaren nicht gut präparieren. Deshalb bräuchte ich am besten lebende Tiere, oder zumindest ganz frisch abgetötete. Ich würde auch eine längere Autofahrt von München aus in Kauf nehmen, um solches Material direkt beim Imker abzuholen.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Marion


da haben wir sogar ein eigenes Thema dafür hier:
viewtopic.php?f=58&t=262

was sagst du dazu? Das sind alles Bienenläuse auf der Königin.
Bild
das muss aber nicht heissen dass so eine Königin oder der Stock Probleme hätte.
Das wird hier angesprochen:
viewtopic.php?p=1424#p1424

oft wird die Bienenlaus sogar von eingefleischten Imkern mit der Varroa verwechselt:
Bild

Daß die Bienenlaus verschwunden ist liegt an den extremen Varroabehandlungen, in praktisch allen Stöcken der letzten Jahrzehnte. Darüber hinaus ist alles Wachs dadurch hoch kontaminiert mit Chemierückständen.

Sobald man ohne Behandlungen arbeitet und vor allem sauberes Wachs verwendet, erscheint die Bienenlaus plötzlich wieder.
Ich könnte dir davon sehr viele besorgen, sie finden sich in jedem Stzock, aber ich bin sehr weit weg.
Bestimmt findet sich hier jemand der dir weiter helfen kann.
:wink:

Nun stößt aber das Thema der Bienenlaus eine ganz andere Problematik an, die überaus interessant und notwendig zu untersuchen wäre:
Denkanstoß – es gab 86 verschiedene Milbenarten in den Bienenstöcken, die es jetzt wegen der Behandlungen nicht mehr gibt! Die Frage ist ob einige dieser Mitbewohner notwendig sind für das Wohlergehen unserer Bienen.

mehr lesen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1714

Dee Lusby äusserte einen sehr interessanten Denkanstoß:

Frage: Wenn ich das richtig sehe, gibt es mehr als 86 verschiedene Milben- und Zeckenarten, die bekanntermaßen innerhalb eines Bienenstocks mit den Bienen koexistieren….
Warum sind dann ausschließlich die Tracheenmilbe und die Varroa die schädlichen Kerle?……
Also, wenn Milben oder Zecken in einer Bienenbeute bemerkt werden, wollen viele diese behandeln…..
Welche Milben- / Zeckenarten sehen sie aber? Oder einfach behandeln ohne die Unterschiede zu kennen?….
Also: wenn das Größer-Züchten der Bienen zwei Arten von Milben aus dem Gleichgewicht im Bienenstock gebracht hat, weshalb dann nicht einfach wieder Kleiner-Züchten und damit das Problem beheben?

Varroamilbe links und die verschwundene Bienenlaus rechts - wenn man behandlungsfrei arbeitet tauchen diese Gesellen wieder auf:
Bild


Von ganz besonderem Interesse wäre die Untersuchung der Tracheenmilbe.
Dee Lusby:
Da die Größe der Bienen durch die Größe der Zelle vorgegeben ist und die Größe der Zelle die Größe des Thorax der Arbeiterbiene regelt, haben wir auch die Tracheenmilben unter Kontrolle, indem wir die vorderste Atemöffnung verkleinern, wodurch sich diese Milben nicht mehr in die Lungen der Bienen begeben können.

Indem wir die Vermehrung der Varroamilben und Tracheenmilben vermindern (beides durch das USDA Tucson Laboratorium nachgewiesen), beide Milben sind in unserer Gegend bekannt auf unseren Bienen, können wir damit eine Verminderung der Folgekrankheiten erreichen. Das geschieht durch Verminderung von offenen Wunden, die von den Milben, die am Exoskelett der Bienen nagen und dies durchbeißen um ihr Blut trinken zu können, was zu Virus-, bakteriellen und Pilzinfektionen führt.


Noch was zum Problem der Tracheenmilbe, acarapis woodi. Hier auf der Insel La Palma, sind, als ich ankam vor 25 Jahren, fast alle Bienen an der Tracheenmilbe eingegangen. Dann haben die Imker Menthol angewendet und es ging wieder aufwärts – bis die Varroa kam. In den Bienen, die aus 4,9mm Zellen schlüpfen, ist das vorderste Luftröhrenpaar, oder vordere Tracheenöffnung, durch die diese Milben ins Innere der Bienen gelangen können, so klein, daß die Milben nicht mehr hindurchpassen – wzbw. Das Problem hatten die Lusbys zu Beginn und verschwand schlagartig mit der Verkleinerung der Zellen.


Nun warf Dee Lusby die berechtigte Frage auf:
War die Tracheenmilbe früher eine externe Milbe die ausschliesslich AUF den Bienen lebte und nicht ins Innere der Bienen gelangen konnte?
Und durch die künstliche Vergrößerung der Bienen durch die Imker vor 100 Jahren wurde es dieser Milbe ermöglicht ins Innere der Bienen vorzudringen?


Man bedenke, daß die Tracheenmilbe damals für die Lusbys in Arizona ein viel grösseres Problem als die Varroa darstellte. Von 1000 Völkern blieben ihnen nur knapp über 100 übrig wegen der Tracheenmilbe. Für Bruder Adam in Buckfast war das ganz ähnlich damals. Und schon der erste Schritt der Zellverkleinerung auf 5,1mm machte die Tracheenöffnungen der Bienen so klein, daß die Milben nicht mehr ins Innere der Bienen gelangen konnten.


Das müsste man genauer untersuchen!!!!
Da wäre den Bienen sehr geholfen wenn man da mehr darüber wüsste.

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » Mi Apr 17, 2019 8:27 pm

d2dum hat geschrieben:Schon genial gemacht das ganze.


ja da hast du Recht. Das mit der Trommel die in flüssiges Wachs eintaucht ist genial

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von d2dum » Di Apr 16, 2019 12:21 pm

Schon genial gemacht das ganze.

Liebe Grüße Bernd

kleine Zellen in Peru

Beitrag von bee » Fr Apr 12, 2019 7:26 pm

Felis Jimenez Ventocilla aus Peru zeigt uns seine Wachsrollmaschine mit 4.9mm Zellgröße und die Erklärung, wie nützlich diese ist.
Alles was benötigt wird und warum diese Art von kleinen Zellen verwendet wird.

https://www.youtube.com/watch?v=oSMxkNeYLZk

apis cerana - apis mellifera

Beitrag von bee » So Apr 07, 2019 8:20 pm

hallo Tanja,

Glyphosatan:-) hat geschrieben:
Die Apis Cerana hat Zellgröße 4,8.


Die apis cerana baut auch viel kleinere Zellen - 3,6!!!!! bis 4,9mm
hier nachzulesen: https://www.mdpi.com/2075-4450/4/4/558/pdf

Da geht es um den Vergleich von apis mellifera und apis cerana in Südostasien, wie zB Indonesien. Eine australische Untersuchung, denn im Norden von Australien gibt es die apis cerana und die wird dort als riesiger Überltäter angesehen (welche Borniertheit) und sie rotten sie aus wo sie können. Ich weiß von Inseln nördlich von Australien wo apis cerana und apis mellifera zusammenleben ohne Behandlungen. Sie sind resistent. Das müssten die Australier in ihrem Wahn einmal genauer untersuchen wie die apis mellifera dort überleben.

In dem Bericht wird geschrieben:
apis cerana:
A. cerana cells are of two sizes: smaller worker cells (diameter of 3.6±4.9 mm, depth of 1.01 mm;
Tingek, 1996 in [1,42,45,46]) and larger drone cells (diameter of 4.7±5.3 mm; [1,42,46]). In
comparison,

übersetzt: A. cerana-Zellen haben zwei Größen: kleinere Arbeiterzellen (Durchmesser 3,6- - 4,9 mm, Tiefe 1,01 mm);
Tingek, 1996 in [1,42,45,46]) und größeren Drohnen (Durchmesser von 4,7 - 5,3 mm; [1,42,46]).

Und man höre und staune apis mellifera:
A. mellifera worker cell sizes were approximately 4.9 mm average [64]

übersetzt: Die Arbeiterzellgrößen von A. mellifera lagen im Durchschnitt bei etwa 4,9 mm

Und von wem sind diese Informationen über die Zellgröße der apis mellifera in Südostasien?
Man kommt aus dem staunen nicht heraus. Das ist von Jennifer Berry, genau die sogenannte Wissenschftlerin die sagt, dass die Zellgröße keinen Einfluss auf die Varroaresistenz hat:
64. Berry, J.A.; Delaplane, K.S. Effects of comb age on honey bee colony growth and brood
survivorship. J. Apic Res. 2001, 40, 3±8.


Da ist nun die Frage erneut: macht das Jeniffer Berry absichtlich dass sie solche Falschinformationen verbreitet?
Denn sie selbst berichtet von resistenten apis mellifera Völkern in Südostasien die IM DURCHSCHNITT 4,9mm Zellgröße bauen - das heisśt auch wesentlich kleiner im Brutnest!!!!

Sie hat die Varroa im Griff. Gut, sie hat andere Hormone.
Und Du hast Recht: Die Milbe braucht nur 6-7 Tage, um erwachsen zu werden.
So stark kann man die Verdeckelungszeit wohl nie verkürzen.
Da wären die Bienen dann 3,5mm oder so :-)


ja sind sie fast - 3,6 bis 4,9mm

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Glyphosatan:-) » So Apr 07, 2019 9:58 am

Hallo, Bee!

Danke. Danka. Danke.
Interessante Links.
Und logisch ist das nicht lustig, wenn solche gezielte Desinformation/Diffamierung/Verblödung betrieben wird.
Nur ich fand das sooo offensichtlich. Ich musste lachen. :-)

Die Apis Cerana hat Zellgröße 4,8. Sie hat die Varroa im Griff. Gut, sie hat andere Hormone.
Und Du hast Recht: Die Milbe braucht nur 6-7 Tage, um erwachsen zu werden.
So stark kann man die Verdeckelungszeit wohl nie verkürzen.
Da wären die Bienen dann 3,5mm oder so :-)

Es gibt natürliche Gerüche, die die Milbe irritieren/töten. In gaaaaanz geringer Dosis.
Mir kam da die Idde, diese Sachen mit in die MWs einzugießen. Vielleicht reicht die geringste Dosis aus, die ungeladenen Gäste zu killen, während die Bienenlarve nichts davon merkt. Ist die Zelle wieder offen verringert sich der Geruch. Sobald sie es merken würde, fertig ist, geht sie aus der Zelle raus.
Lavendel, Thymian...Bienen fliegen regelrecht auf diese Pflanzen. Die Milben absolut nicht.

Ich weiß, was Du antworten wirst :-)

Mit 5G demnächst erledigt sich das Milbenproblem ohnehin. Weil das die Bienen weltweit nicht überleben werden. In Holland fielen tote Vögel vom Himmel deshalb. HUNDERTE!
Viel schlimmer als Milben sind (manche) MENSCHEN.

https://www.youtube.com/watch?v=S-NiZqNzerg
LG
Tanja

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » Sa Apr 06, 2019 7:18 pm

hallo Tanya,

Glyphosatan:-) hat geschrieben:Mich würde interessieren, ob dann physikalisch gesehen noch Milbenvermehrung möglich ist.
Denn es würde ja reichen, eine Generation völlig zu zerstören. Das versuchen ja die normalen Imker mit Behandlungen.


Ich kann es nur immer wieder wiederholen - du liegst da falsch - die Milben können sich trotzdem reproduzieren.

Nur könntest Du evtl. 4,8er aus Plastik herstellen? Mit 3D Drucker oder so? Sind die 4,9er aktuell erhältlich?


Ja aber das Problem wäre dass man bei 4,8mm eine voll ausgebaute Kunstwabe bräuchte, denn mit einer Kunstwabe wie die, die ich anbiete, werden die grosszelligen Bienen extreme Probleme beim guten Ausbau haben. Das müsste sowas wie die HSC sein (HoneySuperCell). Aber das kann man nicht 3D drucken. So eine Vorlage für den Spritzdruck würde ca 30.000€ kosten.

Hast Du mal getestet, welche Zellen Deine Bienen am liebsten zum Brüten ausbauen? 4,9 , 4,8 oder 5,1 oder 5,4?


meine dunklen Bienen sind seit Jahren auf 4,86 eingefahren.




Ich finde das überhaupt nicht lustig.
Das ist absichtliche Falschinformation von Jennifer Berry.
Unser Freund Erik Österlund aus Schweden hat sich die enorme Arbeit gemacht und hat genau untersucht, wie die Ansätze der negativ ausfallenden Test zu kleinen Zellen sich zu den positiv ausfallenden unterscheiden.
Da kommen genau diese 2 hier erwähnten Tests zur Sprache:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1902#dt

Was mich erstaunt ist folgende Angabe zum Test in Neuseeland:
Sie verwendeten fünf verschiedene Mittelwände mit Zellgrößen von 4,7 bis 5,4 mm. Diese Mittelwände ließen sie in den Honigräumen ausbauen, anschließend schnitten sie 50 x 80 mm große Stücke heraus und setzten diese in ausgebaute Waben mit der Standardzellgröße von 5,4 mm ein. Jeweils zwei solcher Waben wurden in Ableger gegeben.



das ist ein Foto solcher Testwaben aus Neuseeland (im Artikel von Erik zu sehen):
Bild

Wie soll es bitte möglich sein, dass grosszellige Bienen im Honigraum 4,7mm Mittelwände ausbauen - absolut unmöglich!!!!! Und 4,9mm ist auch unmöglich - Das können hier alle Kollegen bestätigen -
Das heisst dieser Bericht muss gefaked sein.

Dann zu Jennifer Berry, die in dem von dir geposteten Artikel zitiert wird -
Hier kann man sehen wie extrem eigenartig sie den Test durchführte:
The second CCP-paper is one of her own, Berry, Owens & Delaplane, Apidologie (2009)(Ref19). She began the test with bees from a beekeeper successfully keeping bees on 4.9 mm cell size without using treatments. That is note-worthy. But she mixed them with LC-bees and made packages. She kept the test (SC) and control colonies (LC) in the same yard. The resulting mite populations were too small to show any differences in ending mite population sizes. Compare with the first year result presented in a small cell size test by Prof Fries in Sweden (se graph).

Her goal was though not to measure ending mite population sizes but reproduction rate, which she meant was enough with the short time used. For this decision she leaned on only one paper saying a duration of 10 weeks was enough for this (Ref 20). A onetime test should be repeated to give better assurance of the result. This paper does not take in consideration that eventual VSH trait may not start to work until a kind of threshold level is reached. Interesting that this paper is authored by Harbo, who meritoriously bred VSH-bees (first called SMR-bees).

The number of failing colonies in her test is striking. How come? The first batch of 10 + 10 colonies set up in August 2006 should have been enough. But already in October there were only 3 + 4 left. Something went wrong, maybe with the introduction of the queens. So another 10 + 10 colonies were started in March 2007. In June 2007 these two batches were ended. Why not let them continue? Next April in 2008 a third batch of 10 + 10 colonies was set up and run till August 2008. And these are called three separate tests, but done the same way. All figures were pooled except the end populations of bees. Why? The tests were not done the same way. The first one lasted six months. The second began with foundation instead of drawn combs and lasted three months. The third began with drawn comb like the first and lasted four months. Were they replicates of each other?


Seht ihr wie chaotisch Jennifer Berry vorgegangen ist?

Erik Österlund schlägt da ein anderes Vorgehen vor, welches den positive ausfallenden Testdesigns ähnlich ist:
Alternative test design:

The results of the NZ and Davidsson tests, creates the need for finding out if these differing conditions compared to the Brazilian, have significance for the differing results. To find out that we need a test which use 2 apiaries separated by a distance of about 3 km. One apiary having only bees adapted since maybe 5 years on small cells supplied with pieces of combs according to the test set up. With no LC bees within 3 km. The other test apiary having only LC bees set up the same way. The queens must likewise belong to a stock of adapted SC and LC bees respectively. To overcome the disadvantage of differing genetics in the two apiaries the number of hives in each apiary should be more. Maybe 2-3 of each and no sisters. Residue free wax for the foundation in the combs should be used (or plastic foundation). High fructose corn syrup or pollen substitutes should not be used if feeding is necessary.


Dem ganzen steht eine jüngere wissenschaftliche Untersuchung entgegen, die zu ganz anderen Ergebnissen gekommen ist:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3600

und die resistenten Bienen im amerikanischen Arnot Wald sind viel kleiner als normale Bienen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3561

und hier eine Zusammenfassung der Beweise dass die Bienenzellen künstlich vergrößert wurden:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3449

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Glyphosatan:-) » Sa Apr 06, 2019 9:46 am

Hallo, Bee!

Tausend Dank für die Links und Deine Antwort.

Klar ist der 4,9er Ansatz ganzheitlich und langfristig und natürlicher. Hätten wir alle viel Zeit und den Bienen ginge es gut...

Du hattest mal eine wunderschöne Tabelle mit der Brutdauer bei unterschiedlichen Größen.
Ich finde die nicht mehr. Ich habe nur gefunden, dass die Dauer von 21 auf 20 Tage reduziert wurde.
Mit 0,1mm weniger wäre das noch kürzer.
Mich würde interessieren, ob dann physikalisch gesehen noch Milbenvermehrung möglich ist.
Denn es würde ja reichen, eine Generation völlig zu zerstören. Das versuchen ja die normalen Imker mit Behandlungen.
Bei einer Generation dürfte sich die Milbe nicht so schnell anpassen können. Was soll sie machen? Die Zeit reicht nicht mehr zur Vermehrung.
Nach 2-3 Monaten ist sie tot. Oder?
Ich würde die kleineren Zellen als "Noteinsatz" sehen. Kurzfristig und überraschend vor allem bei Großzellern. Von 5,4 auf 4,8 und die Milbe rotiert. Den Rest können die Bienen in Ruhe machen. Man könnte die Plastikwaben ja wieder entnehmen nach 1 Jahr. Dann auf 4,9 gehen oder Naturbau wie sie wollen. Dann sollten aber die Milben auf null sein.
Besser als Behandlung mit Oxalsäure etc. wäre es doch sicher?
Und man setzt nur an der Physik an.
Hormone und Putzverhalten nicht mitberechnet.
Einen kleinen Raum beheizen geht schneller als einen großen. Das kann jeder Imker nachvollziehen. Und die Zeit reicht der Milbe nicht mehr. Wer soll da widersprechen?
Nur könntest Du evtl. 4,8er aus Plastik herstellen? Mit 3D Drucker oder so? Sind die 4,9er aktuell erhältlich?
Hast Du mal getestet, welche Zellen Deine Bienen am liebsten zum Brüten ausbauen? 4,9 , 4,8 oder 5,1 oder 5,4?
Dankeschön.
LG

Was Lustiges: :-)
https://www.bienenjournal.de/fachberich ... e-wirkung/

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » Fr Apr 05, 2019 8:18 pm

hallo Tanya,


Glyphosatan:-) hat geschrieben:
Wenn aber die Zellen nur 4,8 betragen WÜRDEN, dann hätte die Milbe ein- für allemal VERLOREN und das flächendeckend, oder?..........

Ist die Idee so schlecht?
Mir kommt sie wie die Lösung vor.


Nein das ist absolut falsch.
Es geht nicht darum welche Zellgröße für die Milben schlecht ist, sondern es geht darum, welche Zellgröße für die Bienen die richtige ist!
Die Milben sind sehr flexibel und können sich anpassen. Es kommt darauf an, dass wir die Bienen wieder auf ihre normale Zellgröße zurückbringen und sie sich dadurch wieder wehren können. Die Abwehr geschieht vor allem dadurch, dass in den Jungmaden sehr wenig juveniles Wachstumshormon vorhanden ist und das wiederum verhindert die Eiablage der Varroaweibchen. Den Rest der Milben putzen die kleinzelligen Bienen dann durch das hygienische Verhalten aus.

Über das Thema juveniles Wachstumshormon (am Ende der Seite):
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1044

und am Ende dieser Seite:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=918

Über das hygienische Verhalten kleinzelliger Bienen:
http://www.resistantbees.com/hyg.html

Dee Lusby:
Dee Lusby hat geschrieben:We believe that this is a comparison of a feral sized, naturally occurring type of honeybee, to an artificially over-sized domesticated European sized honeybee that has received more food and protein, thus more juvenile hormone by being reared on artificial enlarged combs. Therefore, retrogressing/down-sizing would have the impact of reducing juvenile hormone levels; and, food and protein contents of the larvae jelly, all of which are mite attractants in oversized cells.


Wenn wir nun ein zu kleines Zellḿaß für die geographische Lage anwenden, dann werden wir genau das Gegenteil erreichen. Die Biene wird wieder Stress ausgesetzt sein und deswegen wird der Abwehrmechanismus wieder nicht funktionieren.

Deine Idee wurde schon vor mehr als 100 Jahren ausgeführt. Nämlich vor die Zellgröße künstlich vergrößert wurde, haben die Imker sie künstlich verkleinert:

Dee Lusby hat geschrieben: Ich würde sagen, dass die Ära der Probleme um das Jahr 1891 herum begann, mit der Einführung von künstlichen Mittelwänden, mit 920 Zellen pro Quadratdezimeter, was einer Größe zwischen 4,6cm und 4,7cm für 10 Arbeiteinnenzellen entspricht. Dort haben damals die Imker alle diese Zellengröße angenommen. Die damaligen Experten glaubten dass es am Besten wäre, möglichst viele Bienen auf kleinster Wabenfläche zu erhalten. Daraufhin wurde berichtet, dass in ganz Belgien die Zellen immer kleiner wurden und nach ein paar Jahren waren die Bienen in einem miserablen Zustand. (Man kann sagen, dass das damals genau das Gegenteil von dem war, was das heutige Problem ist, nämlich „größer ist besser“).

Um gegen diese äußerst gefährliche Tendenz anzugehen, wurde damals eine Idee geboren mit der Aussicht auf ein glorreiches Ende ( und wir sind heute immer noch davon betroffen). Ein gewisser Professor U. Baudoux, aus Belgien, wollte Bienen mit einer außergewöhnlicher Stärke züchten, die in der Lage waren, ihren Flugradius beim Trachtflug zu vergrößern und den Nektar verschiedenster Blüten zu erreichen, der bis dahin für ihre Zungen unerreichbar war (und wahrscheinlich immer noch ist).

Er experimentierte mit Zellengrößen bis hinauf zu 750 Zellen pro Quadratdezimeter, die er durch straffen der Mittelwände erreichte. Er war von den Erfolgen seiner Arbeit derart inspiriert dass er es immer noch besser machen wollte – ZU DEN GRENZEN DES MÖGLICHEN GEHEN (Hier haben unsere heutigen Probleme mit parasitierenden Milben und ihrer Folgekrankheiten begonnen)

Baudoux experimentierte mit verschiedensten Zellgrößen, vor allem mit 750, 740, 730, 710 und herunter bis 675 Zellen pro Quadratdezimeter. Er hat auch mit verschieden Arten der Zellmessung experimentiert und hat sein eigenes Messsystem dazu entwickelt.

(Unglücklicherweise wurde keine Umrechnungstabelle erstellt auf das Messsystem, das seit über 2000 Jahren angewendet wurde, sodass die Imker die Maße der beiden Systeme hätten anwenden können)


Hier zu lesen:
http://www.resistantbees.com/zelle.html

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