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Bienen scan app fürs Handy

Beitrag von bee » Di Nov 13, 2018 8:12 pm

guten Abend,
gerade war ich am diskutieren mit Erik Österlund als er eine App für das Handy erwähnte, die den Infektionsgrad durch Varroamilben im Bienenstock errechnen soll.
Ich kannte das bis jetzt nicht, doch hab ich sehr große Zweifel ob das überhaupt funktioniert bei uns.
Wer hat das schon getestet?
Ich werde es morgen bei starken Völkern ausprobieren, wo ich weiss wieviele Varroen da ungefähr drin sind.
https://beescanning.com/eng/

Da soll man hioch gerechnete Varroenzahl, Bienen mit deformierten Flügeln und die Königin finden können.

Bild

Meine Zweifel begründen sich auf 2 Tatsachen.
In unbehandelten Bienenstöcken taucht die jetzt durch die massiven Varroabehandlungen verschwundenen Bienenlaus wieder auf, die für die Bienen absolut unschädlich ist. Ich finde sie in allen meinen Stöcken, in manchen auch viele. Auch für erfahrene Imker ist es nicht einfach sie von der Varroamilbe zu unterscheiden. Gleiche Farbe, gleiche Größe nur etwas andere Form. Nun ist die Frage ob diese Software das unterscheiden kann?

Varroa links, Bienenlaus rechts
Bild

Bienenlaus:
Bild

Das andere Problem ist die Verhaltensänderung der Varroamilben in den letzten Jahren, bedingt durch den massiven Chemieeinsatz durch die Imker in allem Bienenstöcken.
Auf einer Imkerkonferenz berichtete ein Biologe, der an einer spanischen Universität arbeitet, daß sich die Verhaltensweisen der Varroen in den letzten 30 Jahren entschieden verändert haben.
– Früher waren die phoretischen Varroen häufig auf dem Rücken der Bienen zu finden und jetzt bevorzugen sie die Brust der Bienen.
Somit können viele Varroen auf den Bienen sein und man sieht sie nicht so einfach.
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3170

Solar Wachsschmelzer

Beitrag von bee » So Nov 11, 2018 7:46 pm

hallo Ralf,
Ralf Moritz hat geschrieben:Wie macht ihr das ? Wie baut ihr euch einen eigenen sauberen Wachskreislauf auf ?


zum Wachsschmelzer haben wir ein eigenes Thema hier:
viewtopic.php?f=151&t=1318

solar_schmelzer.jpg
solar_schmelzer.jpg (27.3 KiB) 52-mal betrachtet

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Ralf Moritz » So Nov 11, 2018 7:39 pm

Danke für die Tipps Alejandro und bee !
Werde mir alles in Ruhe ansehen.

Liebe Grüße
Ralf

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von bee » So Nov 11, 2018 7:36 pm

Alejandro hat geschrieben:Das finde ich sehr gut obwohl es eine alte Video Qualität ist!
https://vimeo.com/34638260


hier zeigt uns Ed Lusby wie er sein Wachs gewonnen hat und Dee Lusby wie sie Mittelwände mit einer Walze fertigt und das für 1000 Stöcke!!!!
https://vimeo.com/34638260


Ralf Moritz hat geschrieben:Wie macht ihr das ? Wie baut ihr euch einen eigenen sauberen Wachskreislauf auf ?


Einfach ALLES Wachs von deinen Völkern, die ja eh nicht behandelt wurden, weil bei dir die Varroen noch nicht angekommen sind, sammeln und daraus dann neue Mittelwände gießen. Vielleicht kannst du auch Wachs aus Norwegen organisieren, denn dort ist die Verwendung ALLER Chemikalien in den Stöcken verboten, in Schweden ist glaub ich Apistan erlaubt.

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Alejandro » So Nov 11, 2018 5:42 pm

Ralf Moritz hat geschrieben:
Ralf Moritz hat geschrieben:
Mal seheh ob ich ein Volk nächset Jahr mal im Naturbau arbeiten lasse --> Somit kann ich dann noch mehr sauberes wachs gewinnen...
(das mach ich nur bei meinen großzelligen Völkern...)


Wie macht ihr das ? Wie baut ihr euch einen eigenen sauberen Wachskreislauf auf ?

Viele Grüße
Ralf


Hallo Ralf,

entweder hast du so viele Völker und produzierst so viel Honig das du viel Entdeckelungswachs hast ( dafür brauchst du mehr als 50 Völker)
Oder du nimmst ein oder zwei Volker und Lässt sie Naturwaben Bau machen, allerdings geht es schneller durch Zuckerwasser Fütterung im Frühling...danach musst du diese Bienen irgendwie wieder "reinigen".
Wenn diese schon auf 5.1 oder 4.9 sind dann kannst du jede halbwegs ausgebaute Wabe sofort nutzen.
Ich finde aber, dass die Bienen die mit Zucker Wasser gebaut haben einen anderen Wachs herstellen als die, die es natürlich bauen...! Kann aber auch nur suggestiv sein...!?
Wenn du einmal genug Wachs hast dann, presst du deine eigenen Waben mit so einer Mittelwand Presse (https://66.media.tumblr.com/9e24a2e0de5 ... 3_1280.jpg)
(https://66.media.tumblr.com/40ae9be748e ... 5_1280.jpg)
und immer wenn du Honig erntest oder Waben austauschst schmilzt du den Wachs ein, entweder mit einem Sonnenschmelzer
oder mit einem Topf voller Wasser (am besten Regenwasser) und Gas Kocher.
Geht auch alles Elektrisch ...und auf Youtube findest du mega viele Anleitungen!

Das finde ich sehr gut obwohl es eine alte Video Qualität ist!
https://vimeo.com/34638260

https://www.youtube.com/watch?v=D0jQnLtK37k
https://www.youtube.com/watch?v=XNbSHYZQ6Vk

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Ralf Moritz » So Nov 11, 2018 4:09 pm

bee schrieb
Dafür können wir konventionelles Wachs nicht verwenden und MÜSSEN einen eigenen, sauberen Wachskreislauf erstellen.


Nun stellt sich mir die Frage: wie baue ich am besten einen eigenen sauberen Wachskreislauf auf ?

Kleine Biene hatte in einem anderen Faden dazu folgendes geschrieben
Ich hab diese Jahr das wachs von meinen großzelligen Völkern gesammelt welches top Qualität hat um dieses dann zum MW gießen, für meine kleinzelligen Völker zu benutzen.
Das wäre zum einen das Entdecklungswachs und zum anderen das Wachs von den entnommenen DB Rähmchen...
Das mache ich nächsetes Jahr wieder so. So bekomme ich nach und nach eine gute Wachsqualität für meine kleinzelligen Völker...

Mal seheh ob ich ein Volk nächset Jahr mal im Naturbau arbeiten lasse --> Somit kann ich dann noch mehr sauberes wachs gewinnen...
(das mach ich nur bei meinen großzelligen Völkern...)


Wie macht ihr das ? Wie baut ihr euch einen eigenen sauberen Wachskreislauf auf ?

Viele Grüße
Ralf

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Markus W. » So Nov 11, 2018 7:30 am

auch diese Bienenlaus hab ich schon gesehen, anscheinend haben einige überlebt, jetzt können sie sich in Ruhe wieder vermehren, ohne von säureduschen und sonstigen Behandlungsmitteln attackiert zu werden...
mal sehn, wann sich der erste Cheli blicken läßt...

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Markus W. » So Nov 11, 2018 7:25 am

hallo bee,
habe das Glück, mit einem Imkerfreund zusammenzuarbeiten, dessen Wachs sauber ist, die Mittelwände sind von seinem Wachs, und das ist sauber, 100%ig.
und der eigene Wachskreislauf kommt schon noch.
Auf jeden Fall hat sich in den Habitatböden schon manches Getier angesiedelt, das sehe ich auf dem Schieber, und im Boden, das Totholz scheint diese Viecherl magisch anzuziehen, teilweise waren sie vielleicht schon vorher im Totholz drin...das ist gut!-
Interessant sind auch die teils großen Unterschiede im Milbenfall...
liebe Grüße Markus

gesunde Mikrofauna durch sauberes Wachs

Beitrag von bee » Sa Nov 10, 2018 8:09 pm

hallo Markus,
Markus W. hat geschrieben:
das vermute ich schon seit einiger Zeit, dass die Mikroorganismen einen positiven Einfluß auf die Bienen haben, und sie durch dieses natur/bienengemäßere Milieu vielleicht eher in die Lage versetzt werden, sich konsequenter gegen die Varroa zur Wehr zu setzen, auch hat das insgesamt trockenere Klima in diesen Beuten höchstwahrscheinlich eine antivirale Wirkung.


Ja aber wir dürfen das Pferd nicht von hinten aufzäumen!
Zunächst ist das wichtigste dass die Mikrofauna wieder stimmt in den Bienenstöcken und da ist der Hauptfaktor sauberes Wachs.

Seit der massiven Anwendung von Säuren und Chemikalien in den Bienenstöcken durch die Imker ist die Mikrofauna verschwunden.
https://resistantbees.com/mikro.html
Das sieht man auch daran dass kaum jemand mehr die ganz normale Bienenlaus kennt, die etwas der Varroa ähnelt.
In meinen Stöcken gibt es die zuhauf und früher, vor der Anwendung von Chemie in den Bienenstöcken, war das ein ganz gewöhnlicher Geselle in allen Bienenstöcken.

Dafür können wir konventionelles Wachs nicht verwenden und MÜSSEN einen eigenen, sauberen Wachskreislauf erstellen.


Die Mikrofauna besteht aus verschiedensten Insekten (mehr als 40!). (Dee spricht sogar von 86!! verschiedenen Milbenarten die es früher in allen Bienenstöcken gab)

Dabei handelt sich sozusagen um einen eigenen (Mikro-) Organismus. Eine bestimmte Insektenart ist beispielsweise darauf spezialisiert, gewisse Schimmelpilze (lat: fungi mycelium – das“mycel“ ist der vegetative Teil des Pilzes) zu vernichten.
Wer kann schon genau wissen, welche Bedeutung und speziellen Aufgaben die vielen anderen Insekten in der Beute haben?
Wer weiß bereits, welche Rolle diese Mikrofauna in Bezug auf die Befindlichkeit bzw. auf das Überleben der Bienenvölker spielt?

Deshalb ist es als wünschenswert zu betrachten, wenn diese Mikrofauna in einem möglichst normalen Zustand vorhanden ist.

Eine Anhäufung von Rückständen aus Milbenbekämpfungsmitteln im Wachs hat jedenfalls einen negativen Einfluss auf das vegetative Nervensystem der Bienen, da viele Milbenbestandteile Nervengift enthalten. Wir wissen leider noch viel zu wenig über die Auswirkungen solcher Rückstände im Wachs und den möglichen Wechselwirkungen (synergetischen Effekten) mit den Chemikalien, denen wir unsere Bienen mit einer (fast schon überheblichen!) Selbstverständlichkeit aussetzen, als wären diese allesamt völlig harmlos und nebenwirkungsfrei.

Ein gutes Beispiel ist das verschwinden der völlig harmlosen Bienenlaus aus den Bienenstöcken. Bei unseren Völkern, die noch nie mit Chemie in Berührung kamen, ist die Bienenlaus immer vorhanden. Wer weiß was sie für eine Rolle spielt im Stock.

Bild
(Foto Bienen mit Läusen)

In Deutschland machte man offensichtlich keine so guten Erfahrungen, wie in anderen Ländern, durch kleinere Zellen die Überlebensfähigkeit der Bienen zu erhöhen. Diese Tatsache – sollte es bei diesen negativen Erfahrungen bleiben - dürfte im Laufe der kommenden Jahre interessant werden bzw. einige Fragen aufwerfen. Denn die deutschen Imker arbeiten zur Zeit noch weiter mit den kleinen Zellen und müssten eigentlich schon offensichtliche (positive! ) Erfahrungen aufweisen können.

Doch möglicherweise haben die Erfahrungen in Deutschland auch mit ganz speziellen Bedingungen oder abweichenden Arbeitsweisen der deutschen Imker zu tun, warum sie sich von jenen in Arizona, Wyoming, Zypern und Norwegen unterscheiden.

Betrachten wir die bisherigen Berichte und positiven Erfahrungen einfach einmal als Tatsachen (wovon wir aber ohnedies überzeugt sind!). Doch wir haben trotzdem einige (relevante?!) Unterschiede gefunden, die zur Klärung der Sachlage beitragen könnten:

Seit etwa 25 Jahren wird in Deutschland ein überaus wirksamer und intensiver Gebrauch von verschiedendsten Chemikalien gemacht. Dies hatte zur Folge, dass es auch im Wachs zu einer Anhäufung von Milbenbekämpfungsmittel-Rückständen gekommen ist, was wiederum Auswirkungen auf die Mikrofauna in der Bienenbeute hatte. Die Mikrofauna besteht aus verschiedensten Insekten (mehr als 40!). Dabei handelt sich sozusagen um einen eigenen (Mikro-) Organismus. Eine bestimmte Insektenart ist beispielsweise darauf spezialisiert, gewisse Schimmelpilze (lat: fungi mycelium – das“mycel“ ist der vegetative Teil des Pilzes) zu vernichten.


Varroa links, Bienenlaus rechts:
Bild

links Laus rechts Varroa:
Bild

Bienenlaus auf Biene:
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Königin mit vielen Läusen, was gar nicht selten vorkommt und die Königin wie es scheint nicht mal beeinträchtigt - ich kann mich erinnern eine solche Königin gesehen zu haben und machte dann einen Ableger mit dieser Königin - und siehe da nach ein paar Tagen hatte diese Königin keine Läuse mehr auf dem Rücken! Alte Imkerkollegen bekämpften diese Läuse auf den Königinnen früher mit Tabakrauch, wie es scheint unnötig.
Bild

Pseudoskorpion
Bild

Re: Diskussionsforum für alle

Beitrag von Alejandro » Do Nov 08, 2018 8:49 pm


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