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Kann der Imker Anfänger unser System anwenden?

Beitragvon bee » Mi Jun 14, 2017 6:05 pm

Die Anwort ist eindeutig und klar NEIN.

Nun wollen sehr viele Neueinsteiger mit unserem System der Bienenhaltung beginnen und Tatsache ist dass sie noch keine Ahnung haben im Umgang mit Bienen. Das muss man alles Schritt für Schritt erlernen. Also bitte ganz langsam und einen Schritt nach dem anderen.

Bild

Ich verwende immer einen Vergleich hier:
Wir haben hier im Gebirge auf 2500m astronomische Teleskopanlagen, die auf dem allermodernsten technologischen Stand sind. Wenn jetzt an der elektronischen Steuerung etwas defekt ist, holt man da einen Elektriker im ersten Lehrjahr der Stechdosen anschraubt, oder braucht man einen Spezialisten? Und daselbe gilt beim System von Ed&Dee Lusby. Da wird seit mehr als 30 Jahren Varroaresistenzucht von den Bieneninstituten auf der ganzen Welt betrieben. Und wo sind die Ergebnisse? Da kam nichts raus ausser ein paar Völkern die irgendwo zufällig überlebten, nichts auf dem man eine Imkerei aufbauen könnte ohne die Notwendigkeit zu behandeln. Aber das System von Ed&Dee Lusby funktoniert in vielen Plätzen der Welt und das seit 25 Jahren. Aber das ist Bienen-high-tech und wenn der Neuling Probleme hat die Königin von den Arbeiterbienen zu unterscheiden, dann müssen wir ganz klar sagen – So geht das nicht!
Also müssen wir für die Neulinge auch einen gangbaren Weg ausarbeiten, dass sie sich Schritt für Schritt herantasten können. Der enorme Vorteil der Anfänger ist dass sie nicht vorbelatstet sind, denn jeder erfahrene Imker scheint zu meinen dass sein Weg der beste sei (mich eingeschlossen ;-))

Nun ist die Frage wie geht der Anfänger vor, der von unserem Weg begeistert ist?

Mein Vorschlag ist, dass er sich jemanden sucht, der Erfahrung hat und ihn zunächst anleitet. Er beginnt mit Völkern, die er auf 5,1mm Mittelwände setzt, was fast alle Bienen ausbauen können. Die Varroen kann er mit Puderzuckerbehandlungen alle 3 Wochen in Schach halten. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man ja immer sieht wieviele Varroen fallen. Durch die 3 wöchentliche Behandlung müsste die Zahl der gefallen Milben in etwa konstant bleiben. Wenn nun durch Reinfizierung von anderen Stöcken diese Zahl plötzlich sprungartig ansteigt, sieht man das sofort und kann durch häufiges Puderzuckerbehandeln die Gefahr abwenden.



mehr lesen:
http://resistantbees.com/anfaenger.html
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MannLake Plastikwaben jetzt in Europa erhältlich

Beitragvon bee » Do Jun 15, 2017 8:05 pm

Hier sind die Daten der Mann Lake aus den USA:
Die Mann Lake Plastikwaben stellen eine kostengünstigere Alternative zu den HSC dar.
Der Unterschied zu den HSC ist, dass die Zellen nicht voll ausgebaut sind und dass die Zellgröße etwas über 4,9mm liegt.

Erik Österlund aus Schweden berichtet: Schnell und billig zu kleinen Zellen.

mehr lesen:
http://www.resistantbees.com/plastik.html#mannlake

Unser Imkerkollege Matias aus Valencia testet gerade die MannLake Plastikwaben (15.6.17) und wird uns bald darüber berichten.

Bild
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HSC 4.9 mm

Beitragvon wertbee » Mi Jun 21, 2017 11:58 am

habe heute eine zarge hsc waben zurecht gemacht
kann ich die auf einen unterboden setzen ein abspergitter und dann zarge drauf fertig
lg
wertbee
 

4,9mm

Beitragvon wertbee » Mi Jun 21, 2017 8:17 pm

bee hat geschrieben:hier kann jeder, der an unserer Arbeit interessiert ist,
Fragen stellen und Anregungen geben.

:shakehand:
einfach auf "antworten" oben links klicken und los gehts :wink:

Bild

:biene:

hallo bee
habe eine zarge hsc waben fertig
kann ich die bienen von dem ganzen volk dort drauf setzen
kann ich dort auch eine 5,1mm futterwabe mit geben
lg odo
wertbee
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Gast67 » Do Jun 22, 2017 9:36 am

Hallo,

es gibt sehr wohl Imker welche mit Naturbau arbeiten und ohne Varroa-Behandlungen auskommen !! In England gibt es eine grössere Gruppe Imker welche eine naturgemässe Bienenhaltung betreiben und sehr erfolgreich ohne Behandlungen auskommen. Bei ihnen ist organic-beekeeping auschliesslich ohne Einsatz von Varroabekämpfungsmittel, egals welcher Art...

Einer dieser Imker ist Johnatan Powell

http://www.naturalbeekeepingtrust.org/
https://www.youtube.com/watch?v=xmtKv054dmM


https://vimeo.com/157019200

Auch in den Niederlanden gibt es behandlungsfreie Imker (. zBsp. Dr. Möller welcher das Möllergitter entwickelte) welche gut mit Naturbau zu gange kommen und das seit teilsweise über 15 Jahren !!


Einige diese Imker welche so arbeiten sind mir auch persönlich bekannt...
Es geht sehr wohl auch anders, wie Imker auf der ganzen Welt zeigen !!
Gast67
 

Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Siegfried » Do Jun 22, 2017 7:50 pm

Hallo Gast67
Das ist schön zu hören.
Hier im Forum wurde auch von den Bienen auf Texel berichtet. Dort wird auch ohne Behandlung die Biene gehalten. Wie groß die Bienen dort sind, weiß ich nicht.
Soweit ich weiß wird hier nicht propagiert, dass Bienen nur mit diesem System behandlugsfrei überleben.
Es wird lediglich mit nachdruck erwähnt, dass es so gut wie unmöglich ist die Bienen einfach in eine Warre Beute zu geben und sie dann machen zu lassen.
Dafür sind die Bienen einfach zu stark verzüchtet.
Wenn die Bienen über viele Jahrzehnte wieder NATURALISIERT wurden, ist es möglich auch diesen einfachen weg zu gehen. Aber bis dahin ist es für mich noch sehr viel Arbeit und ein langer weg. Diesen würde ich auch nicht gehen, wenn es einen Erfolgsversprechenden einfachen weg gäbe.

Meines Erachtens sind die Bienen schon nicht mehr in der Lage richtig mit dem Honig umzugehen, den sie sammeln. Warum auch?
Der Imker nimmt diesen doch sofort wieder raus.

Was nicht funktioniert wird sich auch nicht lange halten. Die Zukunft wird zeigen wer einen guten Weg eingeschlagen hat.
Und ich denke wir sind uns hier alle einig: Behandeln ist kein guter Weg.

Wenn weit und breit keine anderen Imker wären und ich genug Nektar vielfallt hätte, würde ich mir natürliche Bienenvölker kaufen und Naturbau betreiben lassen.
Doch dies ist für mich nicht möglich. Deshalb gehe ich den Weg von Ed und Dee Lusby. Und aus eigenen Erfahrungen kann ich sagen, dass sich selbst die "standard Bienen" gut schlagen.
Jeder kann sehen. Aber nicht jeder sieht etwas.
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Re: 4,9mm

Beitragvon bee » Fr Jun 23, 2017 6:48 pm

hallo wertbee,
wertbee hat geschrieben:
bee hat geschrieben:hier kann jeder, der an unserer Arbeit interessiert ist,
Fragen stellen und Anregungen geben.

:shakehand:
:


ja aber ein Selbstbedienungsladen ist das hier auch nicht.
:kitzeln:


habe eine zarge hsc waben fertig
kann ich die bienen von dem ganzen volk dort drauf setzen
kann ich dort auch eine 5,1mm futterwabe mit geben
lg odo


du musst unbedingt so vorgehen, alles andere nützt nichts und klappt sehr wahrscheinlich nicht:
http://www.resistantbees.com/wieklein.html
liebe Grüße
bee

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Die Fragen die Ich zu Ihrer Arbeit habe

Beitragvon Yvonne K. » Fr Jun 23, 2017 7:13 pm

Hallo,
Ich bin eine neue Bienen freundin und Interessiere mich für Ihre Arbeit. Ich wollte mir ein paar Schwärme zulegen, allerdings gefiehlen mir einige Methoden (zB Drohnen schneiden) nicht.
Ich möchte die zweite Jahreshälfte nutzten um mich auf die Bienen vorzubereiten und hole mir ein Paar Meinungen. Gerne auch von Ihnen.

Gerne helfe ich auch bei der Forschung, wie unterstütze ich die Biene zur selbst Hilfe. Die Fragen die Ich zu Ihrer Arbeit habe.
1. Wie stelle ich am geschicktesten, die Bienen auf kleinere Zellen um ?Da ich davon ausgehen kann, dass ich in meiner Gegend nur Großzellige Bienen bekomme.
Gehe ich schrittweise auf kleine Zellen runter oder kann ich direkt auf kleine Zellen umsteigen ?
2 Ich habe im Video, in dem es um das Herstellen der MittelwÀnde geht, gesehen, dass Sie unten immer eine Ecke abschneiden. Was steckt dahinter?
3 Sind die Mittelwand Pressen immer direkt so Versetzt, dass ein Y ensteht oder muss ich das Selbst ausrichten. Ich glaube beid den MittelwÀnde, die ich bisher gesehen habe, liegen die Zellen direkt gegen über (bin mir allerdings nicht 100% sicher).
- die anderen Mittelwände spielen auch keine Rolle, da ich direkt auf kleinere Zellen umsteigen möchte.
Ich danke Ihnen für Ihre Mühungen.
Liebe Grüße
Yvonne
Aus Deutschland Mittelhessen
PS Ihre Homepage wurde mir von einem Imker empfohlen - aus dem Westerwald
Yvonne K.
 

Re: Die Fragen die Ich zu Ihrer Arbeit habe

Beitragvon bee » Fr Jun 23, 2017 7:21 pm

hallo Yvonne,
Yvonne K. hat geschrieben:1. Wie stelle ich am geschicktesten, die Bienen auf kleinere Zellen um ?Da ich davon ausgehen kann, dass ich in meiner Gegend nur Großzellige Bienen bekomme.
Gehe ich schrittweise auf kleine Zellen runter oder kann ich direkt auf kleine Zellen umsteigen ?


Das wird alles genau auf unserer Webseite beschrieben:
http://www.resistantbees.com/wieklein.html

2 Ich habe im Video, in dem es um das Herstellen der MittelwÀnde geht, gesehen, dass Sie unten immer eine Ecke abschneiden. Was steckt dahinter?


das wird auch genau auf der Webseite beschrieben:
http://www.resistantbees.com/droh.html

3 Sind die Mittelwand Pressen immer direkt so Versetzt, dass ein Y ensteht oder muss ich das Selbst ausrichten. Ich glaube beid den MittelwÀnde, die ich bisher gesehen habe, liegen die Zellen direkt gegen über (bin mir allerdings nicht 100% sicher).


Klar - das Y entsteht durch die 3 Rhomben am Zellboden. Das kann man nicht anders ausrichten. Nun gibt es aber Mittelwandhersteller die da sehr große Fehler reinbringen, auch mit Versatz der Zellen:
http://www.resistantbees.com/falschmw.html

Hier kannst du dich auch über die Geometrie der Bienenzellen informieren:
http://resistantbees.com/blog/?page_id=866
https://resistantbees.com/blog/?page_id=869
https://resistantbees.com/blog/?page_id=872
https://resistantbees.com/blog/?page_id=874

Praktisch gibt es keinen Hersteller bei dem wir im Moment kaufen können - das gibt es auf dem Markt:
http://www.resistantbees.com/falschmw.html

Lösung ist seine Mittelwände selbst herstellen und dadurch auch vor allem kein belastetes Bienenwachs zu verwenden, denn praktisch alles ist chemisch verseucht.

-
liebe Grüße
bee

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Wir haben eine Alternative: MannLake

Beitragvon bee » Sa Jun 24, 2017 7:30 pm

Matías aus Alicante hat gerade die MannLake Plastikwaben getestet und sie wurden einwandfrei ausgebaut.
http://www.resistantbees.com/plastik.html#mannlake
:ha:

Er hat einen vor kurzem gefangenen Schwarm grosszelliger Bienen auf 5 MannLake Plastikwaben abgefegt. Es handelt sich um Apis mellifera ibérica Bienen (dunkle Biene).
Die Plastikwaben wurden mehrmals mit einem Farbroller mit flüssigem Wachs beschichtet, damit sie besser angenommen werden.
Matías berichtet, dass er auch MannLake Plastikwaben in ein starkes Buckfast Volk einhängte, bei wenig Tracht. Auch dort werden die MannLake schnell und perfekt ausgebaut.
Einziger Nachteil ist, dass diese Plastikwaben ein etwas zu großes Zellmaß von 4,97mm haben und es wird für die Bienen etwas schwieriger sein dann die 4,9mm Mittelwände auszubauen.
Ein Vorteil ist, dass die MannLake Waben auch die größere Zellendichte aufweisen, im Gegensatz zu den HSC, die ja ziemlich dicke Zellwände haben, aber mit exakten 4,9mm Zellmaß.
Wichtig:
Schenkelbreite: 34,8mm - sollte auf 32mm abgeschliffen werden
- dadurch werden die Bienen eher dieses Maß annehmen

Demnach sind die MannLake eine günstige Alernative für uns.


Hier das Resultat:

von grosszelligen Bienen ausgebaute MannLake Waben:


Bild

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http://www.resistantbees.com/plastik.html#mannlake
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