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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Bienenschule » Mo Jan 15, 2018 9:59 am

Bist du denn auch solchen Repressalien ausgesetzt ?? Zumindest habe ich im Forum noch nichts darüber gefunden ??

Und wer attackiert Dee Lusby so bösartig, sie tut ja niemandem was zu leide??

Das sich der Staat überall bedienen will ist ja ein altbekanntes Thema, die müssen sich ja auch jedes Jahr neue Einnahmequellen erschliessen. Schade ist natürlich dass es in diesem Fall wieder Unschuldige trifft!!
„Menschen bilden bedeutet nicht ein Glas zu füllen,
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weitere Imker mit kleinen Zellen - Josef Koller

Beitragvon bee » Mo Jan 15, 2018 7:27 pm

Josef Koller aus der Oberpfalz:

koller.png


https://www.josefkoller.de/

Josef Koller hat geschrieben:Beim Lesen der Literatur über Bienenherkünfte mit Anzeichen von Varroatoleranz oder –resistenz fallen einige Besonderheiten auf: Die Bienen sind meist sehr schwarmfreudig und das Zellenmass liegt zwischen 4,7 und 5,1. Auf jeden Fall sind die Zellen kleiner als bei uns üblich (z. B. Afrikanische Bienen oder afrikanisierte Bienen in Südamerika).
Deswegen verwende ich seit einigen Jahren ebenfalls Waben mit kleineren Zellen und versuche den Brutstopp, den die „Naturvölker“ durch das Schwärmen einbauen durch eine weisellose Zeit gegen Ende der Saison nachzuahmen


Josef Koller hat geschrieben:Die Mittelwände haben im Brutraum 4,9mm....


Josef Koller und Erik Österlund:
Koller_Osterlund.jpg
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Mo Jan 15, 2018 7:38 pm

hallo Bienenschule,
Bienenschule hat geschrieben:Bist du denn auch solchen Repressalien ausgesetzt ?? Zumindest habe ich im Forum noch nichts darüber gefunden ??


zum Glück nicht so wild, aber immerhin. Ich versuche mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen.
Dem Housel haben sie auch von Staats wegen seine Völker abgefackelt weil er nicht behandelte. Seitdem ist er untergetaucht.
Housel ist der, der auf die natürliche Wabenanordnung gekommen ist.
Und wer attackiert Dee Lusby so bösartig, sie tut ja niemandem was zu leide??

Ja zu Leide nicht, aber sie ist den Profiimkern ein Riesendorn im Auge und deshalb auch dem Landwirtschaftsministerium.
Du musst dir vorstellen, dass das, was wir proklamieren genau das Gegenteil der Praxis ist, welche die meisten Imker ausüben.
Wir sagen "Bienenorientiert" und die meisten sagen "Ertragsorientiert".
Hier haben wir die Unterschiede aufgelistet:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3405
Und wir sagen, dass der katastrophale Zustand daran liegt, dass die Imker die Bienen in den letzten 100 Jahren absolut falsch geführt haben.
Hör dir mal das Video an, dann wirst du den Mund nicht mehr zu bekommen. Ist lang, aber hier spricht Dee das erste mal offen aus was da passiert ist mit ihrem Mann Ed!!!
viewtopic.php?p=7602#p7602

und das hier:
viewtopic.php?p=12064#p12064

:zerquetscht:


Das sich der Staat überall bedienen will ist ja ein altbekanntes Thema, die müssen sich ja auch jedes Jahr neue Einnahmequellen erschliessen. Schade ist natürlich dass es in diesem Fall wieder Unschuldige trifft!!


Ja aber im Fall von den Lusbys und von Housel handelt es sich um handfeste Attacken gegen ihr Leben - Werkstätten angezündet, Trucks demoliert, Strom und Telefonkabel gekappt, Bienenstände abgeflammt etc etc.
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon ralph » Di Jan 16, 2018 2:19 pm

auch berlepsch war ein kleinzellen- imker - weils damals normal war...
ich habe das hier schon einmal erwähnt, habe aber nochmas wegen des von ihm verwendeten original zollmasses in der bibliothek in bonn-poppelsdorf nachgefragt, und der bibliothekar war so freundlich, mir das zoll im originalbuch - dort ist der verwendete massstab abgebildet - auszumessen : das abgebildete zoll hat knappe 24 mm, es handelt sich offenbar um das sächsische zoll (23,6mm).
berlepsch mass 5 arbeterinnenzellen auf 1 zoll , 25 aufs quadratzoll .
auch, und das ist interessant, bei sehr günstigen umständen 19 tage bis zum schlupf der arbeitsbiene, sonst 20 tage.
ich wollte das noch mal erwähnen, weil berlepsch oft als zeuge für ein grösseres zellmass zitiert wird (zb privates bienenarchiv landau)
es wird dann einfach ein verkehrtes zollmass verwendet, zb der preussische oder französische, und sogleich liegt das zellmass über 5 mm
möglicherweise ist es bei mehring, dem erfinder der mittelwand das selbe..?? auch er angeblich deutlich über 5 mm (bienenarchiv landau),
und damit wird dann die zellenvergröserung der mittelwände abgestritten.
gerstung (um 1900 hatte 5mm pro zelle

lg ralf
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon paul 62 » Di Jan 16, 2018 4:40 pm

liebe Imkerfreunde,
ich habe eine Frage zu den Drohnenecken bzw. unteren Drohnenstreifen in den Brutwaben.
Da die Drohnenzellen (1,65cm) länger als die Arbeiterinnenzellen (1,25cm) sind und der Abstand der Rähmchen
7-8mm sind, reichen die Drohnenzellen weit in die Gasse hinein. Die Bienen bauen an dieser Stelle dann die Nachbarwabe nicht richtig aus, um den benötigten Durchgang wieder herzustellen.
Gibt das nicht Probleme beim Ziehen der Rähmchen und Neukombinationen der Rähmchen?
Über eine Antwort würde ich mich freuen
liebe Grüße
Paul
paul 62
 

August von Berlepsch, kleine Zellen ca um 1860

Beitragvon bee » Di Jan 16, 2018 7:54 pm

unser Imkerkollege ralph hat etwas ganz besonderes herausgefunden

Buch von August von Berlepsch
A. v. Berlepsch' Bienenzucht nach ihrem jetzigen rationellen Standpunkte.

Freiherr August Sittich Eugen Heinrich von Berlepsch (* 28. Juni 1815 in Seebach (Weinbergen); † 17. September 1877 in München) war ein deutscher Bienenforscher, Erfinder des beweglichen Wabenrähmchens und Verfasser zahlreicher Monografien über Bienenzucht und Imkerei.

Bild

Bild


ralph hat geschrieben:auch berlepsch war ein kleinzellen- imker - weils damals normal war...
ich habe das hier schon einmal erwähnt, habe aber nochmas wegen des von ihm verwendeten original zollmasses in der bibliothek in bonn-poppelsdorf nachgefragt, und der bibliothekar war so freundlich, mir das zoll im originalbuch - dort ist der verwendete massstab abgebildet - auszumessen : das abgebildete zoll hat knappe 24 mm, es handelt sich offenbar um das sächsische zoll (23,6mm). (Anmerkung bee: es könnte sein dass da eine Verwechslung stattgefunden hat. Ich fand genau diese angaben bei Johann Dzierzon und bei Berlepsch fand ich keine Angaben zur Zellgröße!)
berlepsch mass 5 arbeterinnenzellen auf 1 zoll , 25 aufs quadratzoll .
auch, und das ist interessant, bei sehr günstigen umständen 19 tage bis zum schlupf der arbeitsbiene, sonst 20 tage.
ich wollte das noch mal erwähnen, weil berlepsch oft als zeuge für ein grösseres zellmass zitiert wird (zb privates bienenarchiv landau)
es wird dann einfach ein verkehrtes zollmass verwendet, zb der preussische oder französische, und sogleich liegt das zellmass über 5 mm


August von Berlepsch liess seine Bienen noch Naturbau erstellen, das heisst er arbeitete noch ohne Mittelwände
liebe Grüße
bee

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Di Jan 16, 2018 8:13 pm

hallo Paul,

paul 62 hat geschrieben:Gibt das nicht Probleme beim Ziehen der Rähmchen und Neukombinationen der Rähmchen?


Das passen die Bienen sofort selber an!
Ich schneid einfach die Ecken raus und pass nicht darauf auf wie die zum liegen kommen. Klappt aber ganz gut so.
WICHTIG:
Bei JEDER Inspektion hab ich mir angewöhnt mit einem kleinen Messer an den Waben die Ecken nachzuschneiden, an denen die Bienen keinen Drohnenbau gemacht haben. Auch wenn es super Brutwaben sind schneide ich die Ecken raus.
liebe Grüße
bee

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Re: Mehring

Beitragvon bee » Di Jan 16, 2018 8:19 pm

hallo ralph,
ralph hat geschrieben:möglicherweise ist es bei mehring, dem erfinder der mittelwand das selbe..?? auch er angeblich deutlich über 5 mm (bienenarchiv landau),


die kleine Holztafel, zum erstellen der ersten Mittelwände von Mehring, hatte um einiges größere Zellen als 5mm. Ich hab es im Museum nachmessen lassen.
Die Frage ist ja für was Mehring die Mittelwände verwenden wollte.
Wenn er Honigwaben gemessen hat, dann kommt das Maß hin.

Hier steht genau was Mehring gemacht hat und was dann später für Zellgrößen hergestellt wurden:
drauf klicken zum vergrößern
Bild

demnach Mehring 5,55mm oder 750 Zellen pro qdm nach Baudouxs Quadratdecimeter Messsystem
später dann 835 bis 850 Zellen pro qdm was 5,21mm Zellgröße entspricht
dann sagt der Autor des Artikels dass er eine Presse mit 890 Zellen pro qdm gekauft hatte was 5,1mm Zellgröße entspricht
und dann gab es Pressen mit 1120 Zellen pro qdm was 4,6mm Zellgröße entspricht

siehe die Beweise aus alter Imkerliteratur aus Dee Lusbys Bibliothek:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=3280
liebe Grüße
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Hans-Otto Johnsen, kleine Zellen in Norwegen

Beitragvon bee » Mi Jan 17, 2018 7:38 pm

Hans-Otto Johnsen ist Profiimker in Norwegen und arbeitet mit kleinen Zellen

Überleben eines Profiimkers in Norwegen
Testergebnis: kleinzellige Bienen bringen mehr Honig – Varroapopulation ist in kleinzelligen Bienenstöcken deutlich geringer.

Bild
Von links nach rechts Erik Österlund, Wayne Peters, Ed Lusby, der Begründer unseres Imkersystems und Hans-Otto Johnsen,


  • Ich bin nicht ein Imker dem es nur darum geht mit Honig Geschäft zu machen. Im Leben geht es um mehr als um Geld, es geht um eine gute Lebensqualität. Ein solches Leben erfordert eine gute Qualität der Lebensmittel.

  • Mein Fokus liegt auf biotechnischen Methoden, selektiver Zucht für varroaresistente Bienen und einem Management-System, das den Bienen hilfreich ist zu überleben und zu produzieren.

  • Im Herbst 2004 überwinterte ich 650 Kolonien.

  • Eine wesentlicher Teil meiner Imkerei ist es den Bienen zu helfen, so natürlich wie möglich zu leben.

  • Test zur Zellgröße 2002-2004 – Vergleich kleinzelliger Stöcke mit konventionellen großzelligen Stöcken.
    Im Jahr 2002 baute ich einen Testbienenstand zum Testen kleiner Zellgröße auf.
    das Ziel
    Das Ziel des Tests war es, die Entwicklung der Varroapopulation während des Tests zu messen und die Honigproduktion zu messen.
    Ergebnisse im Jahr 2004
    • – Die Milbenpopulation war in der gesamten Saison 2004 in der kleinen Zellgruppe deutlich geringer.
    • – Die kleine Zellengruppe war im Schnitt um eine Zarge stärker zum Trachthöhepunkt im Sommer. Die durchschnittliche Honigernte in der großen Zellgruppe betrug 36 kg. In der kleinen Zellengruppe war sie um 24% größer mit 44,5 kg.
    • – Eine interessante Beobachtung war, dass die Honigernte bei den kleinzelligen Stöcken gleichmäßiger als bei den großzelligen war, neben dem besten Stock und einigen wenigen schwachen.

  • Letztendlich habe ich nicht herausfinden können, daß die kleinen Zellen irgendeinen negativen Einfluß auf die Leistung des Bienenvolkes haben


mehr info:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=1935

Bild

sehr interessant die Tabellen seines Vergleichstests zwischen gross- und kleinzelligen Stöcken:
drauf klicken zum vergrößern
Bild
liebe Grüße
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Re: Mehring

Beitragvon ralph » Do Jan 18, 2018 3:58 pm

hallo bee
ich denke der mehring wollte mit seiner doch sehr grossen zellgösse vielleicht schon standardisieren, eine zelle die überall im arbeiter brutnest hinpasst, so wie ja auch der wabenabstand standardisiert wurde....
vielleicht waren etwas grössere zellen als model auch einfacher zu schnitzen...
jedenfalls müssen ihm zu dieser zeit richtige naturbaunester nicht unbekannt gewesen sein, es gab ja nichts anderes. vielleicht fand er es einfach gar nicht so wichtig dass im zentrum des brutnestes sehr kleine zellen sich befinden.
das er honigwabenzellen mit seiner mittelwand machen wollte, kann ich mir nicht vorstellen, denn die mittelwand hatte ja den zweck ein nach menschlicher einsicht geordnetes brutnest zu bezwecken ohne drohnenbau und wo die wabe dann an jeder stelle verwendet werden kann.
auf meiner alten MW giessform mit 5,3 mm zellen geht beides, arbeiterbrut und ohne probleme haben meine bienen immer unten ihre drohnenecken daraus gebaut bei bedarf, sozusagen ein universalmass, vielleicht schwebte mehring ja so etwas vor?
er hat es sicher zuvor ausprobiert bevor er es publik machte, und sah dass sich die arbeiter brut in den grossen zellen genauso entwickelte..
die probleme mit diesen grösseren zellen waren damals natürlich noch nicht voraussehbar, nur sollte sich der mensch immer fragen ob er etwas besser macht als der urheber der schöpfung...
gibt es irgendwo ein foto von dieser mehring form, du sagtest du hast sie im museum vermessen lassen

lg ralf
ralph
 

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