Diskussionsforum für alle

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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Karl » Sa Mai 05, 2018 9:42 pm

Hallo Stephan,
habe wegen eines YouTube Videos über Manuka Honig in Deutschland, wegen den mir unsympathischen Typen, ein wenig über diese Person nachgeforscht.
Meine persönliche Meinung ist hier nicht entscheidend.
Was mich jedoch sehr erstaunte ist, wie er sein Projekt finanziert!
https://www.startnext.com/manuka-honig-aus-deutschland

Für mich unglaublich wie leichtgläubig Menschen Geld geben wenn man ihnen erzählt wie wertvoll und nützlich ihre Spende für die Bienen sind.

Moment mal dachte ich, da gibt es doch viel bessere und vor allen NACHVOLZIEHBARE PROJEKTE von und über BIENE!
ZB: Übersetzung von Dee Lusby´s Buch in mehreren Sprachen!
Ein Hilfsprojekt das direkt Dee Lusby zu gute kommt und ihre Projekte unterstützt!
uvm,........

PS: Es war ein Gedankenblitz von mir. Ohne viel über diese Plattform nachzulesen ist dieser Beitrag entstanden.
Wollte es nur nicht vergessen. Vielleicht ist es nützlich?!
https://www.startnext.com/hilfe/FAQ.html

MfG
Karl
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » So Mai 06, 2018 7:02 pm

hallo Karl,
Karl hat geschrieben:
Moment mal dachte ich, da gibt es doch viel bessere und vor allen NACHVOLZIEHBARE PROJEKTE von und über BIENE!
ZB: Übersetzung von Dee Lusby´s Buch in mehreren Sprachen!
Ein Hilfsprojekt das direkt Dee Lusby zu gute kommt und ihre Projekte unterstützt!
uvm,........

PS: Es war ein Gedankenblitz von mir. Ohne viel über diese Plattform nachzulesen ist dieser Beitrag entstanden.
Wollte es nur nicht vergessen. Vielleicht ist es nützlich?!
https://www.startnext.com/hilfe/FAQ.html


ja klar wäre das prima. Mal sehn wer sich dem annimmt.
:wink:
liebe Grüße
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Plädoyer für die natürl Belastbarkeit von Bienen i der Zucht

Beitragvon bee » So Mai 06, 2018 7:28 pm

sehr interessanter Artikel in amerik Imkermagazin Bee World wird gerade in Dees Forum diskutiert

Ein Plädoyer für die natürliche Belastbarkeit der Honigbienen in der Bienenzucht

A Plea for Use of Honey Bees’ Natural Resilience in Beekeeping
http://archiv.resistantbees.com/a-plea- ... beekeeping

Da geht es darum, dass die Bienen früher, als sie noch wild lebten, eine sehr hohe Belastbarkeit in Bezug auf alle Arten von Krankheiten und Parasiten aufwiesen. Und nun hat sich das schlagartig geändert in den letzten Jahrzehnten.

Eine wissenschaftliche Studie zeigte nun kürzlich, dass die Königin spezifische Immunprimer zu den Eiern hinzufügen kann.Diese Primer zielen auf spezifische Parasiten, mit denen die Königin Kontakt hatte. Dieser Immunmechanismus wirkt durch das Dotterprotein Vitellogenin und kann als Analogon zur "Impfung" der Nachkommen angesehen werden. Diese ererbte Immunität verliert offensichtlich den größten Teil ihrer Vorteile, wenn eine Königin ausgetauscht wird.

Das heisst dass die künstliche Königinnenzucht dadurch absolut in Frage gestellt wird.

da wird geschrieben:
The original traits of the honey bees provide a high level of resilience towards all kinds of diseases and parasites, which allowed beekeepers to keep the bees without the use of veterinary drugs. While in some countries diseases are still handled without medication, the situation has changed drastically with the arrival of the varroa mite in Europe. Varroa is a foreign exotic parasite, against which our honey bees had no defense. Unfortunately, as long as we do control the varroa mites in our colonies, there is no selection pressure left, and no resistance will ever evolve: the bees remain as vulnerable as they were upon arrival of varroa.

Recently, a study by Salmela, Amdam, and Freitak showed that the queen could add specific immune primers to eggs. These primers target specific parasites with which the queen has been in contact. This immune mechanism works through the yolk protein vitellogenin and can be considered as an analogue to “vaccination” of the offspring. This inherited immunity obviously loses most of its benefits when a queen is displaced, (beekeeper mediated queen replacement operations) as a native daughter queen would probably already be better adapted, through her mother’s primers and her exposure to the local disease variants, than to the disease variants of a mating station or those of a new colony


und Dee schreibt dazu dass das alles abhängig ist von der Qualität des Gelee Royal mit dem die Königinnen gefüttert werden.

Dee Lusby hat geschrieben:Sie müssen mit diesen Leuten reden, weil das Gelée Royale, mit dem die Königin gefüttert wird, viel damit zu tun hat, wie sie reagiert und Eier legt, und wie gesund die Bienen durch die Zusammensetzung des Gelees sind, das ihr und dem Nachwuchs gefüttert wird. Und der Nachwuchs hängt ab von der Größe der Zellen, wie früher in anderen veröffentlichten Papieren geschrieben wurde und das ist nichts Neues, außer für die neue Generation, die jetzt kommt .... die Geschichte unserer Bienen nicht zu kennen und was ihnen angetan wurde mit der "grösser ist besser" Bewegung.


Dee Lusby hat geschrieben:You need to talk to these people as the royal jelly the queen is fed has much to do with this for how she responds and lays eggs, and how healthy the bees are for the composition of the jelly fed to her and offspring is determined by the size of the cell with honey bees as written about earlier in other published papers and nothing new, except to new generation coming on now....not knowing past history of our bees and what done to them with bigger is better movement.
liebe Grüße
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Re: ausgeräumte Drohnenbrut - die Bienen wehren sich aktiv

Beitragvon Jetski » So Mai 06, 2018 8:03 pm

bee hat geschrieben:
So und noch etwas sehr interessantes.
Etwa 100m oberhalb hab ich einen anderen Stand, aber mit nur 3 Völkern, aber die sind sehr stark, so stark wie einige Völker an dem Stand, wo die Drohnenbrut ausgeräumt wurde.
Vor diesen 3 Völkern fand ich erstaunlicherweise keine ausgeräumten Drohnen vor!!!!

so sieht das vor dem Flugbrett aus:
Bild


Hallo Bee, nur zur Rückversicherung - diese Völker haben keine Drohnenbrut im "weißen" Stadium ausgeräumt, d. h. mit Varroen befallene Drohnen haben nicht überlebt/sind krank und wurden rausgeworfen? Erwartest Du, dass die Völker im Vergleich zu anderen ein Problem mit Varroen entwickeln werden?
Jetski
 
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Re: ausgeräumte Drohnenbrut - die Bienen wehren sich aktiv

Beitragvon bee » Mo Mai 07, 2018 8:18 pm

hallo Jetski,
Jetski hat geschrieben:
Hallo Bee, nur zur Rückversicherung - diese Völker haben keine Drohnenbrut im "weißen" Stadium ausgeräumt, d. h. mit Varroen befallene Drohnen haben nicht überlebt/sind krank und wurden rausgeworfen? Erwartest Du, dass die Völker im Vergleich zu anderen ein Problem mit Varroen entwickeln werden?


Die Bienen haben vor allem Drohnenbrut im fortgeschrittenen Stadium rausgeworfen aber es können auch welche im "weißen" Larvenstadium dabei sein.

d. h. mit Varroen befallene Drohnen haben nicht überlebt/sind krank und wurden rausgeworfen?


Nein das ist der falsche Schluss!!!
Es handelt sich ganz klar um Drohnenbrut kurz vor dem schlüpfen.

Es geht darum, dass bei den kleinzelligen Bienen sich die Varroabelastung vor allem auf die Drohnenbrut konzentriert, aber nur dann wenn sie richtig angelegt ist:
http://diedrohnen.de/drohnenbrut-das-ganze-jahr

Nun hab ich heraus gefunden, dass es in dieser Drohnenbrut zu Mehrfachbsetzung der Drohnenzellen mit Varroen kommt:
http://diedrohnen.de/drohnenbrut-als-varroafalle
Nur wenn da Mehrfachbesetzungen sind, dann haben die Milben fast keine Nachkommen!!!!

Und nun sehe ich, dass an einem Bienenstand plötzlich die Mehrzahl der grossen Völker ZUGLEICH diese infizierten Drohnenbrutzellen ausräumen:
viewtopic.php?p=15374#p15374

Und genau dasselbe sah ich bei einem 7 jährigen Überlebensvolk eines Schweizers hier der eigentlich wenig Ahnung von Bienen hat, aber seine Bienen sitzen auf kleinen Zellen:
https://resistantbees.com/blog/?page_id=2579

Erwartest Du, dass die Völker im Vergleich zu anderen ein Problem mit Varroen entwickeln werden?

Diese Völker haben ihr Varroaproblem gelöst!!!
Bei den Völkern, die nicht dieses Verhalten gezeigt haben, muss ich auf der Hut sein.
Genau das Gegenteil was du angenommen hast!
liebe Grüße
bee

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Ganz ohne Chemiebehandlung

Beitragvon Georg S. » Mo Mai 14, 2018 6:41 pm

Hallo!
Ich bin aus Österreich und möchte neu mit dem Imkern beginnen, würde gerne das Ganz ohne Chemiebehandlung betreiben und bin dadurch auf einen Beitrag von Ihnen gestossen. Kann ich die Bienen im Naturwabenbau dazu bringen auf das besagte Mass von 4,9mm zu bauen?

Danke und LG
Georg
Georg S.
 

Re: Ganz ohne Chemiebehandlung

Beitragvon bee » Mo Mai 14, 2018 6:48 pm

guten Abend Georg,
Georg S. hat geschrieben:Kann ich die Bienen im Naturwabenbau dazu bringen auf das besagte Mass von 4,9mm zu bauen?


das wäre zu schön um wahr zu sein.
Wenn man die grosszelligen Bienen Naturbau erstellen lässt, dann wird es nach Dee Lusby Jahrzehnte dauern bis sie wieder zu ihrer ursprünglichen Größe zurückfinden werden. Und vor allem bei den absolut extrem nach den Wüschen der Imker verzüchteten Bienenrassen in Mitteleuropa ist das aussichtslos. Über 100 Jahre sind einfach viel zu viele Bienengenerationen als dass das in kurzer Zeit und einfach behoben werden kann.
http://resistantbees.com/natur.html

Bild
liebe Grüße
bee

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Vorsicht!

Beitragvon bee » Mo Mai 14, 2018 7:43 pm

passt auf eure besten Völker auf und zeigt sie NIEMANDEM

wir haben viele Feinde, leider!

imker_gun.jpg
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Markus W. » Mo Mai 14, 2018 10:30 pm

Hallo bee,
bee hat geschrieben:passt auf eure besten Völker auf und zeigt sie NIEMANDEM

wir haben viele Feinde, leider!

der erste Vorsitzende des Vereins, bei dem ich Mitglied bin, imkert schon seit 20 Jahren behandlungsfrei.
Es gibt auch andere, die schon behandlungsfreie Bienenvölker haben.
In meinem Umfeld kann ich aktuell keine Feinde erkennen.
Natürlich sollte man vorsichtig sein, und wissen, wem man was sagen kann.
schöne Grüße Markus
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Re: Ganz ohne Chemiebehandlung

Beitragvon Georg S. » Di Mai 15, 2018 7:14 pm

Danke, wenn ich jetzt zu Beginn einen Ableger bekomme, soll ich dann gleich versuchen Mittelwände mit kleinen Waben einhängen?

Liebe Grüße Georg
Georg S.
 

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