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Anfängerfragen

BeitragVerfasst: So Feb 16, 2014 1:34 pm
von Nicole S.
Bin Anfänger und bekomme dieses Jahr mein erstes Volk. Möchte dann von Anbeginn damit beginnen die Bienen auf kleine Waben (5,1 später 4,9mm umstellen) gerne Den Honig den Bienen lassen etc. . Wer kann mich da mit Erfahrung begleiten? (Tel, e-Mail oder vor Ort) ich wohne in Deutschland, Bundesland Hessen.
Vielen Dank für Euer Engagement.
Nicole

ResistantBees jetzt auch auf holländisch

BeitragVerfasst: Di Feb 18, 2014 8:58 pm
von bee
hallo Freunde,
Dank unseres Kollegen Ger aus Holland haben wir jetzt die ResistantBees Webseite auf holländisch.
http://www.resistantbees.com/index_n.html
:wink:

Agressivität

BeitragVerfasst: Di Feb 18, 2014 9:16 pm
von Fiona
Ich lebe in Ligurien/Italien habe seit Pfingsten 2013 zwei Bienenvölker(Apis mellifera Ligustica) in der"Bienenkiste"(kennen sie das Prinzip?).
Das Volk in der blauen Kiste ist von Anfang an sehr friedlich gewesen, hat sich rasant vermehrt und ich kann ohne Probleme mit ihnen arbeiten(hat auch 20 kg Honig eingebracht, obwohl ich nur 1/3 entnommen habe und erst gar nicht ernten wollte, aber sie haben alles voll gebaut...). Vorher war in dieser Kiste ganz kurz ein Schwarm Apis Mellifera Mellifera, diese waren so friedlich, dass ich(vorher nie Kontakt mit Bienen) ohne Schutz meinen Kopf in die Kiste stecken konnte und sie sich streicheln ließen, aber als ich beruflich eine Woche verreisen musste(mit dem Flugzeug), flogen auch sie davon..., sie hinterließen 3 kleine Waben, die ich nach Säuberung für den neuen Bienenschwarm in der Kiste ließ.
So, nun zu meiner Frage:
In der anderen Bienenkiste(rot) befindet sich das Volk, welches sehr "sensibel" ist:
Als ich die Kiste das erste Mal öffnete kam sofort eine Biene auf mich zugeschossen und stach mir, durch die Hose, ins Knie... Ich wollte es nicht überbewerten, obwohl ich so einen Anflug bei Bienen noch nie erlebt hatte, aber im Verlaufe des Sommers attackierten die Bienen aus der roten Kiste sämtliche Menschen auf dem Gelände, außer meiner Tochter. Wir konnten dort gar nicht mehr in Ruhe arbeiten, und entschieden die Bienenkisten an den Rand des Grundstücks zu setzten, so war es nur dort "schwierig" ohne Schutzkleidung, aber eigentlich auch mit, denn sie griffen einfach an. Dann wurde es den Winter über ruhiger, aber nun haben sie wieder angefangen ihr Revier zu erweitern und fliegen uns erneut an, obwohl der Frühling gerade mal beginnt.
Ich habe überlegt, die Königin auszutauschen, aber ich habe sie noch nie gesehen und in "Der Bienenkiste" ist das nicht so leicht sie zu finden. Oder ich überlege das ganze Volk in einDandant-System umzusiedeln, oder die Waben auszutauschen?
Was können sie mir raten?
Warum ist das eine Volk ganz friedlich und das andere "aggressiv"?
Die Kisten wurden von mir alle nur mit 2 cm hohen Wabenanfangsstreifen ausgestattet(leider kannte ich ihr Prinzip mit dem Y da noch nicht, und kann nicht sagen, ob ich es richtig gemacht habe und weiß auch jetzt nicht, wie ich das nachkontrollieren kann), und den Rest haben sie selber gebaut.
Das Bienenvolk(friedliche) in der blauen Kiste hat vorne links in der Kiste begonnen zu bauen, das Volk in der roten Kiste("aggressivere", lieber sag ich sensiblere) rechts hinten in der Kiste(für das Kistenprinzip unüblich und nicht so gut).
Ich füttere keinen Zucker, sondern lasse den Bienen genug von ihrem Honig für den Winter. Ich behandele nicht mit Chemie sondern stärke das Volk durch Tee aus Kräutern.
Beim ersten Reinschauen nach dem Winter fand ich in der blauen Kiste ziemlich viele tote Milben auf dem Kistenboden in der roten nicht(alles sauber auf dem Boden).
Auf den Bienen habe ich noch nie Milben entdeckt(die Wabenanfangsstreifen haben eine Zellengröße von ca. 5,0).
Ansonsten tragen beide Völker schon Pollen ein, sind natürlich weniger geworden über den Winter, aber sehen gut aus...
Eine lange Mail, aber so können sie sich ein besseres Bild machen, denke ich, und ich hoffe sie können mir etwas raten.
Was kann ich mit dem Volk in der roten Kiste machen, das es nicht mehr stechfreudig ist?
Vielen Dank im voraus, Fiona.

Re: Agressivität

BeitragVerfasst: Mi Feb 19, 2014 9:31 pm
von bee
hallo Fiona,
entweder das aggressive Volk hat Probleme mit der Varroa weil du ja nicht behandelst und ist deswegen aggressiv oder die Kñnigin ist eine Mischung aus italienischer und einer anderen Biene. Ich tippe auf ersteres. Du hast da diese Alternative wenn du nicht mit Chemie oder Säuren behandlen willst:
http://www.resistantbees.com/puder.html

Re: Diskussionsforum für alle

BeitragVerfasst: Do Feb 20, 2014 8:59 am
von Fiona
Laut Imker sind meine Schwärme eine Mischung aus Mellifera Ligustica und Mellifera Mellifera, also Hybrid, andere waren als Naturschwärme nicht zu bekommen... Und obwohl ich hinterher gelesen habe, daß diese Bienen agressiver sein sollen..., wäre mir dann unklar, warum nur das eine Volk sich so verhält.
Wahrscheinlich wird es dann wohl doch mit der Milbe zu tun haben... oder was wolltest Du mir zu einer "gemischten Königin" noch sagen, denkst Du in diesem Fall sollte ich die Königin finden und durch eine neue ersetzen?
Müßte ich eine kaufen, oder könnten sich meine Bienen eine Neue selber heran züchten, ohne das diese wieder aggressiv wäre?
Ziehen hybride Bienen in der nächsten Generation nur hybride Bienen heran, mir hat ein Imker hier gesagt, das sich hier in der Region immer die Mellifera Mellifera durchsetzt eine Generation später...
Das mit dem Puderzucker muß ich noch durchdenken, wie ich das in der Bienenkiste machen könnte, danke für den Rat.
Zu Euerm System wollte ich noch fragen: die Mittelwände brauchen die Größe 4,9 um resistente Bienen hervorzubringen, oder?
Diese Mittelwände kann man in Schweden beziehen hab ich hier gelesen...
Wenn ich den Bienen also in der Bienenkiste Wabenanfangsstreifen in der Zellengröße 4,9 anbieten würde, dann würden sie also auch selbständig in dieser Größe weiterbauen, das habe ich doch so richtig verstanden, oder?
Vielen Dank für Dein Mitdenken, ich finde es schön, das wir so systemübergreifend über die Bienen sprechen können, denn ich denke es sollte in jedem System möglich sein, der Biene wieder ihre Gesundheit zu ermöglichen, und sie ihrem Wesen gemäß zu erhalten... Ihr habt Dadant, oder?
Und dann werde ich den Milben wohl zur nächsten passenden Konstellation mit einer Veraschung kommen(dafür habe ich jetzt nämlich genug Milben gesammelt).
Liebe Grüße,
Fiona.

Re: Diskussionsforum für alle

BeitragVerfasst: Fr Feb 21, 2014 6:37 pm
von bee
hallo Fiona,
mach mal ne Puderuckerbehandlung und schreib wieviele Milben herunter gefallen sind.

Zu Euerm System wollte ich noch fragen: die Mittelwände brauchen die Größe 4,9 um resistente Bienen hervorzubringen, oder?
Diese Mittelwände kann man in Schweden beziehen hab ich hier gelesen...
Wenn ich den Bienen also in der Bienenkiste Wabenanfangsstreifen in der Zellengröße 4,9 anbieten würde, dann würden sie also auch selbständig in dieser Größe weiterbauen, das habe ich doch so richtig verstanden, oder?


Die werden dir so nicht kleine Zellen unter 4,9mm bauen.
Schau mal was ich da dem Naam vor ein paar Tagen geschrieben habe:
da gibts ein kleines Problem.
Michael Bush hat seine Bienen zuerst mal jahrelang klein gemacht und lies sie dann frei bauen. Jetzt propagiert er dass man das den Bienen selber überlassen soll. Du musst dafür pro Jahr 0,2mm Zellenrückgang einrechenen, was dann von 5,5 bis 4,9 drei Jahre dauren würde. Aber ich glaube dass du mit deinen Bienen so nicht unter 5,1 kommen wirst und 4,9 ist nun mal die Schallmauer wo darunter die Probleme mit ALLEN Krankheiten aufhören werden.
Hier mehr dazu:
http://www.resistantbees.com/natur.html

Biomittelwände

BeitragVerfasst: So Feb 23, 2014 6:42 pm
von martin w.
hallo arbeite mit einheitsmas woher bekomme ich 4,9mm mittelwände biozertifiziert in Österreich . meinen bienen gehts ausgezeichnet da ein teil auf wildbau lebt (4,9mm)liebe grüsse aus tirol martin

Re: Biomittelwände

BeitragVerfasst: So Feb 23, 2014 7:25 pm
von bee
hallo Martin,
meinen bienen gehts ausgezeichnet da ein teil auf wildbau lebt (4,9mm)

das haben schon mehrere hier angenommen, doch dann stellte sich bei allen heraus dass sie falsch gemessen hatten.
Wie misst du deine Zellengröße?

Hier beschreiben wir wie der Messtandart festgelegt ist:
http://www.resistantbees.com/zelle.html

Bild
Wie mißt man die Zellengröße?

Der Standart ist, 10 Zellen von Wandmitte bis Wandmitte zu messen und dann durch 10 zu teilen.

anderer Weg

BeitragVerfasst: So Feb 23, 2014 10:22 pm
von Fred
Hallo, ich hätte mal eine Frage zu dieser interessanten Sache:

Wäre es auch denkbar, erst Ableger zu bilden, diese mit 4,9er Plastewaben dazu zu bringen, kleinere Nachkommen zu zeugen und erstmal wie gehabt die Varroa-Behandlung durchzuführen? Und erst später die Varroa-Behandlung einzustellen und über die Puderzucker-Methode bis zur Nichtbehandlung überzugehen?

Also, damit ich richtig verstanden werde: Erstmal nur die 4,9 mm herbeiführen, reichlich Ableger machen und in einem späteren Schritt das komplette Lusby-Verfahren in Angriff nehmen.

Viele Grüße aus Ostelbien!

Re: anderer Weg

BeitragVerfasst: Mo Feb 24, 2014 7:43 pm
von bee
hallo Fred,
Fred hat geschrieben:
Wäre es auch denkbar, erst Ableger zu bilden, diese mit 4,9er Plastewaben dazu zu bringen, kleinere Nachkommen zu zeugen und erstmal wie gehabt die Varroa-Behandlung durchzuführen? Und erst später die Varroa-Behandlung einzustellen und über die Puderzucker-Methode bis zur Nichtbehandlung überzugehen?



Man kann mit den Bienen fast alles machen. Das siehst du daran in welcher Lage sie jetzt sind.
Die Frage ist nur Warum? weiter behandlen, wenn die Chance besteht, einen anderen Weg einzuschlagen.
Wenn du das machst, dann stehst du nicht alleine da. Seit ich den Vortag in Ansfelden vor 2 Jahren gehalten habe, sind immer mehr Imker aufgetaucht, die "klammheimlich" mit 4,9mm schon seit langer Zeit imkern. Jedoch traun sich die meisten nicht das öffentlich zu verkünden und KEINER von denen, den ich kenne, hatte den Mut, den Schritt zur behandlungsfreien Imkerei zu tun.
Alle behandeln mit Oxalsäure etc etc. Und so kommt man NIE dazu, dass die Bienen es schaffen, sich aus eigener Kraft zu wehren.
Und da die Varroatoleranzzucht in Deutschland seit 40 Jahren zu keinen fassbaren Erfolgen gelangt ist, liegt es nun an uns zu zeigen dass es absolut möglich ist.
:wink: :gracias: :biene: