unser Freund Fanterer - kleine Zellen in Bayern

bekannte und weniger bekannte Imker, die wie wir mit kleinen Zellen arbeiten

unser Freund Fanterer - kleine Zellen in Bayern

Beitragvon bee » So Jan 14, 2018 6:50 pm

Die Geschichte von Stefan

Ich halte seit 10 Jahren Bienen und beschloss 2012, einen Bienenstock mit Hilfe von Plastikwaben zu Kleinzellenwaben (SC) zurückzuführen (Mannlakes Standard Plastikwaben https://www.mannlakeltd.com/shop-all-ca ... tic-frames ). Das hat gut funktioniert, aber die reinrassigen Carnicas, die ich hatte, konnten dem Zellenmuster auf der kleinzelligen Wachsmittelwand nicht folgen. Außerdem, was ich für wichtig halte, benutzten sie kein Propolis. Sie waren auch sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten.

SH-vermurkste-Mittelwand-Carnica-Volk.jpg

Die Carnica-Bienen konnten dem kleinen Zellmuster auf der Wachsmittelwand nicht folgen und bauten unordentlich.

Ich wollte behandlungsfrei sein, aber ich erkannte, dass am Ende der einzige Weg, dies zu erreichen, darin bestand, eine Biene zu verwenden, die Merkmale aufwies, die in diesem Bereich mehr Erfolg hatten.
2013 bestellte ich meine erste Elgon-Königin von Josef Koller, ohne zu viel zu erwarten. Ich war neugierig, wie sie sich verhalten würde. Diese erste Elgon-Kolonie überlebte den Winter sehr gut und baute eine schöne Zellgröße (SC) von 4,9 mm.

SH-Perfekte-MW-49mm.jpg

Eine perfekt ausgezogene SC-Wachs-Mittelwand aus einer Elgon-Kolonie

SH-Propolis-wax-plast.jpg

Ich denke, es ist wichtig, dass Bienen Propolis produzieren, damit sie gesund bleiben. Hier ist einiges auf den Oberträgern von gemischten Holz- und Kunststoffrähmchen in einer Elgon-Kolonie aufgebracht.

SH-parningsbigård.jpg

Paarungs-Bienenhaus bei Stefan. Apideas platziert jeweils zu viert. Die Drohnenvölker stehen im Bienenhaus traditioneller Art.

Ich habe einige Töchter gezüchtet und so F1-Kolonien gebildet, da sie sich mit Carnica-Drohnen paarten, und sie in Carnicaablegervölker eingeführt. Je mehr neue Bienen in diesen Ablegern schlüpften, desto heller und weniger grau wurden sie. Ich war beeindruckt von der Sanftheit der Bienen, gleichzeitig waren sie anders als die Carnicas, da sie gegenüber Wespen und fremden Bienen sehr verteidigungsbereit waren und die Eingänge wild bewachten. Trotzdem war es angenehm, mit ihnen zu arbeiten.
Sie fingen im Frühjahr später an zu brüten als die Carnica, aber ich hatte nie eine Elgon-Kolonie, die im Winter von den Vorräten isoliert wurde oder verhungerte. Sie wissen, wie sie mit ihren Vorräten haushalten können.

SH-uncapping.jpg

Eine Elgon-Wabe, bei dem die Bienen Zellen mit Arbeiterpuppen öffnen , um die Varroa zu bekämpfen.

2015 bekam ich zwei reinrassige Elgons von Erik Osterlund in Schweden durch ein paar Freunde, Mitglieder des ResistantBees Forums von bee, La Palma. Jetzt, 2017, habe ich nur noch behandlungsfreie Kleinzeller mit Ausnahme von zwei großzelligen (LC) Krainer Bienenstöcken.
Ich lebe in einem Gebiet, das mit Carnica überschwemmt ist, und ich bin nicht isoliert. Das wird sich nicht ändern. Ich halte auch Überlebensvölker unbekannter Herkunft in meinen Ständen, aber ich weiß, dass ich die besten Gene fördern muss, um behandlungsfrei zu bleiben.
So züchte ich jedes Jahr von einer oder zwei reinrassigen elgon-Königinnen und weisele um. Ich kaufte deshalb in dieser Saison zwei Elgon-Königinnen direkt aus Schweden mit der Absicht, sie in der kommenden Saison einzusetzen.
Stefan



Artikel aus dem Blog von Erik Österlund mit seiner Genehmigung übersetzt von Franz
liebe Grüße
bee

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Re: unser Freund Fanterer - kleine Zellen in Bayern

Beitragvon Markus W. » So Jan 14, 2018 8:42 pm

Hallo Bee,
bee hat geschrieben:beeindruckt von der Sanftheit der Bienen, gleichzeitig waren sie anders als die Carnicas, da sie gegenüber Wespen und fremden Bienen sehr verteidigungsbereit waren und die Eingänge wild bewachten.

Das hab ich bei meinen Buckfastvölkern auch beobachtet, fremde Bienen und Wespen wurden meistens am Eindringen in den Stock gehindert oder abgestochen.
Die Wächterbienen saßen vor dem Flugloch, und haben anfliegende Bienen und Wespen schon in der Luft abgecheckt, indem sie sich kurz nach oben aufrichteten.
Auch reichlich Propolis ist vorhanden.
Auch haben meine LC- Völker letztes Jahr schon vereinzelt weisse, geschädigte Maden rausgeschmissen, das wird sich ja dann wahrscheinlich bei den kleinen Zellen verstärken.
Da bin ich ja mal gespannt.
Bei dem einen Volk, wo letztes Jahr der Schwarm ausgezogen ist, konnte ich beobachten, dass die Königin auch bis kurz vor dem Auszug fleißig weiterlegte, und der Sammeleifer nicht nachgelassen hatte.
Vielleicht kaufe ich auch bei Josef Koller eine Elgonkönigin, er ist ja nicht so weit von mir weg.
Josef Koller betreibt, auch zusammen mit Samuel Hirmer eine behandlungsfreie Imkerei, er ist 1.Vorsitzender bei Buckfast Bayern, habe ihn auch auf Versammlungen schon kennengelernt.
Sie haben ihre Völker auch auf 4,9er Zellmass.
schöne Grüße Markus
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