Vorteile des arbeitens mit Ablegern

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Vorteile des arbeitens mit Ablegern

Beitragvon bee » Mi Apr 10, 2013 6:28 pm

hallo Freunde,
wie schon oft erwähnt schlagen wir eindringlich vor zu Beginn NUR mit Ablegern zu arbeiten.

Die Vorteile und Vorgehensweise hab ich hier auf ResistanBees zusammengefasst.

Warum?
Folgendes steht auf unserer ResistantBees Website:

Zu Beginn sollten wir ausschließlich mit Ablegern arbeiten, bis 80% aus eigener Kraft überleben können. Das bedeutet, dass wir warten bis ein Volk eine Zarge gut füllt und dann anstatt eine 2. Zarge aufzusetzen, einen Ableger mit der Königin machen. Wir nehmen dazu 3 oder 4 Waben verdeckelte Brut, die Königin, Honig und Pollen, geben das alles in eine andere Zarge oder Ablegerkasten und stellen sie am selben Stand auf, nur mit dem Flugloch in eine andere Richtung orientiert. Dh dass sich bei dem Muttervolk eine Brutpause einstellt, weil sie sich eine neue Königin ziehen müssen und beim Ableger ebenso, da ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehren. Damit haben wir bei beiden einen Vorteil in Bezug auf die Varroavermehrung geschaffen. Wenn das alles sehr stark, mit viel Bienen, viel verdeckelter Brut und viel Futter gemacht wird, können wir denselben Vorgang in Kürze wiederholen. So sind wir in der Lage, schnell einen schönen Bestand an kleinzelligen Völkern aufzubauen.

Das Muttervolk wird inzwischen längst eine neue Königin gezogen haben und wir können wieder einen Ableger mit der Königin auf Plastikwaben machen, wie im dritten Schritt beschrieben wurde.

So bekommen wir in kurzer Zeit eine schöne Anzahl von kleinzelligen Stöcken. Wir müssen dabei lernen, wie die Bienen sich gegen die Varroa verteidigen, die Anzeichen von Krisen erkennen lernen und nicht eher mit großen Stöcken arbeiten, als bis wir sicher geworden sind im Umgang mit Bienen, die sich von alleine gegen die Krankheiten wehren, ohne den Einsatz von Krücken, wie da sind die Chemie, die organischen Säuren und essenzielle Öle.

Wenn wir dabei zu viele Stöcke produzieren, können wir diese an interessierte Kollegen abgeben, von denen es bestimmt etliche geben wird.


Dazu muss ich hinzufügen was sich in dem Ableger dann abspielt.
Da wir ja den Ablegern mit 3 bis 4 verdeckelten Brutwaben machen, haben wir in Kürze sehr viele junge geschlüpfte Bienen.
Eine Langstrothwabe 4,9mm hat 8600 Zellen (eine 5,44mm hat nur 7000 Zellen) und wenn wir davon ausgehen dass eine Brutwabe 2/3 Brutzellen aufweist, kommen wir bei 3 Brutwaben auf 17.000 Bienen (bei 4 Brutwaben 23.000).
Da der Ableger am selben Stand aufgestellt wird und ja alle Flugbienen zum Muttervolk zurückkehrten, wird die Eiablage der Königin drastisch reduziert.
Und solch eine Anzahl von Jungbienen, die auch nicht viel Brutpflege zu absolvieren haben, hat zur Folge dass sie die Varroen sehr erfolgreich aus den neu befallenen Zellen ausräumen. Die Zusammenhänge zwischen Bienenzahl, Lebensdauer der Bienen, hygienischem Verhalten und Zellengröße stellen wir in unserem Vortrag vor.

Wir dürfen nicht vergessen diesen Ablegern genügend Futter mitzugeben, Pollen und Honig, denn das wesentlichste ist die Stärke des Volkes. Oder besser gesagt die Anzahl der Bienen für die notwendige Arbeit.
Und die ist ganz einfach bei kleinzelligen Bienen viel größer aus zwei Gründen.
Zum einen ist das Brutnest viel kompakter durch die kleinere Zellengröße und auch der Wabenabstand ist geringer. Somit sind weniger Bienen zur Brutpflege notwendig. Zum anderen ist die Lebensdauer der kleinzelligen Bienen um einiges größer als die der großzelligen, was ersichtlicherweise entscheidend dazu beiträgt dass ein Überschuss an Bienen für die zu verrichtende Arbeit im Stock vorhanden ist.

Durch diese große Anzahl von Bienen wird das hygienische Verhalten stimuliert.

Nun sehen wir den entscheidenden Vorteil des arbeitens mit Ablegern zu Beginn unseres Umstellans auf kleine Zellen.
Denn wie wir ja wissen MUSS jeder Stock durch eine (oder mehrere) Krisen bis er sich aus eigener Kraft gegen die Krankheiten verteidigen kann.
Und mit dieser Vorgehensweise erleichtern wir es unseren Bienen enorm.
Die Krise wird glimpflicher verlaufen.
;)
liebe Grüße
bee

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Zahl kleinzelliger Bienenvölker: zu viele ;-)
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