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Wildbau 4,9

Beitragvon Gregor H. » Fr Sep 13, 2013 5:15 pm

Bin als Jungimker auf Ihre interessante Homepage gestossen und kann die normale biologische Haltung in kleinen Zellen nachvollziehen. Habe bei meinem Wildbau nachgemessen und 4,9 mm, obwohl selektierte Biene.
Habe weiterhin eine interessanten Fil auf youtube gesehen, wo ein Imker eine warme Zuckerlösung über die Bienen in der Beute verteilt und so den Putztrieb anregt!? Weitere Erklärungen gibt er nicht. Meine Frage: Wird durch dieses verursachte Putzverhalten nicht sekundär auch das Entfernen der Milbe mitverursacht?
Mit freundlichen Grüßen Gregor H.
Gregor H.
 

Re: Fragen von Jungimker

Beitragvon bee » Fr Sep 13, 2013 5:30 pm

hallo Karl-Heinz,

Karl-Heinz T. hat geschrieben:Jetzt interessiere ich mich für das verkleinern der Waben.Wo bekommt man eine Mittelwand Gussform mit kleineren Waben 4,9mm her ...


Wir sind dabei Gussformen in verschiedenen Dimensionen und Zellgrößen herzustellen.
Das kannst du hier nachlesen:
viewtopic.php?p=1042#p1042

Karl-Heinz T. hat geschrieben:........und kann man die Karnika einfach mit den kleineren Mittelwenden ausrüsten ?
Viele Grüße Karl-Heinz


Wenn das so einfach wäre dann hätten wir schon längst gewonnen.
Es hängt nicht von der Rasse ab ob die klein bauen können sondern das müssen die Bienen erst mal wieder lernen.
Hier kannst du nachlesen wie wir vorgehen:
http://www.resistantbees.com/wieklein.html

Und dann gibt es auch die Möglichkeit schon mit Bienen zu beginnen die das alles schon können:
viewtopic.php?f=34&t=72

Und noch ein Hinweis.
Als Jungimker mit dem System von Dee Lusby zu beginnen ist sehr viel verlangt.
Man muss sich schon sehr sicher im Umgang mit den Bienen sein um da Erfolg haben zu können:
http://www.resistantbees.com/anfaenger.html
liebe Grüße
bee

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Re: Wildbau 4,9

Beitragvon bee » Fr Sep 13, 2013 5:46 pm

hallo Gregor,



Gregor hat geschrieben:Habe bei meinem Wildbau nachgemessen und 4,9 mm, obwohl selektierte Biene.


Das ist ja nicht schlecht.
Wie hast du die Zellen vermessen?
Kannst du da Bilder hier posten von den kleinzelligen Waben?

So ist der Standart Zellen zu vermessen:
Bild

Gregor H. hat geschrieben:Habe weiterhin eine interessanten Fil auf youtube gesehen, wo ein Imker eine warme Zuckerlösung über die Bienen in der Beute verteilt und so den Putztrieb anregt!? Weitere Erklärungen gibt er nicht. Meine Frage: Wird durch dieses verursachte Putzverhalten nicht sekundär auch das Entfernen der Milbe mitverursacht?


Nein das stimmt leider nicht.
Das hygienische Verhalten der Bienen bedeutet dass die Bienen feststellen dass IN der verdeckelten Zelle etwas nicht stimmt.
Sie stellen von aussen fest dass da Varroen drin sind, öffnen diese Zellen und unterbrechen dadurch den Brutzyklus der Varroen, die sich daurch nicht vermehren können.
Bild

Hier beschreibe ich genau wie das funktioniert:
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Lb2rigB9Co0[/youtube]

Und noch ein Hinweis auch an dich:
Als Jungimker mit dem System von Dee Lusby zu beginnen ist sehr viel verlangt.
Man muss sich schon sehr sicher im Umgang mit den Bienen sein um da Erfolg haben zu können:
http://www.resistantbees.com/anfaenger.html
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Noah » Fr Sep 13, 2013 7:51 pm

Hallo Stephan,

ich bin im Internet auf folgende Seite gestoßen: http://www.guterhonig.de/
Ein Imker in Deutschland der (wenn man seiner Seite glauben darf) zwar mit Elgon Kreuzungen aber auch mit kleinen Zellen zu arbeiten scheint,
ohne Varroabehandlung!
Kennst Du diesen Link?

mgf. Noah
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon bee » Sa Sep 14, 2013 7:19 pm

hallo Noah,
Noah hat geschrieben:Hallo Stephan,
ich bin im Internet auf folgende Seite gestoßen: http://www.guterhonig.de/
Ein Imker in Deutschland der (wenn man seiner Seite glauben darf) zwar mit Elgon Kreuzungen aber auch mit kleinen Zellen zu arbeiten scheint,
ohne Varroabehandlung!
Kennst Du diesen Link?
mgf. Noah


Nein ich weiss nicht wer das ist.
Er berichtet aber interessante Dinge wie Entwicklungszeiten der kleinzelligen Bienen von 18 Tagen anstatt von 21 Tagen :wink:
Bei einer Entwicklungszeit von 21 Tagen hätten diese Zellen dann am 4.07. schlüpfen müssen, aber als ich am 2.07. Nachschau halten wollte, waren die Zellen leer und teilweise schon wieder bestiftet. (angenommener Schlupftermin 01.07.)
Bild
Gesamtentwicklungszeit somit 18 Tage.


Es gibt einige Imker in Deutschland/Österreich/Schweiz die mit kleinen Zellen seit längerem imkern nur das ist der erste (ausser unsere Gruppe) von dem ich höre dass er den Schritt gewagt hat nicht zu behandeln.

Nur was mir aufgefallen icht dass die Webseite die du erwähnst seit 2 bis 3 Jahren nicht erneuert wurde in Bezug auf den Verkauf von Ablegern, Königinnen etc. Hoffentlich haben die den nicht abgewürgt wie das dauernd bei Ed und Dee Lusby versucht wurde und wird. :raus:
viewtopic.php?p=1120&f=17#p1120
liebe Grüße
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Fanterer » So Sep 15, 2013 7:05 am

Hallo zusammen,
ich kenne die Seite und habe bereits letztes Jahr am 30.12.2012 eine Anfrage an Herrn Sutor bezüglich Königinnen gesendet.

Code: Alles auswählen
Sehr geehrter Herr Sutor,
ich habe dieses Jahr mit der Umstellung auf kleine Zellen begonnen
(mit normalen Landbienen).
Im kommenden Jahr möchte ich mit ca. sechs Ablegern an einem
Abgelegenen Standplatz weitere Erfahrungen sammeln.

Was mir fehlt sind Königinnen die auch von der Genetik zu diesem System passen.

Daher meine Frage:

Verkaufen Sie im kommenden Jahr wieder Königinnen und wenn ja wäre
eine Vorbestellung möglich?


Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

Einen guten und gesunden Start ins neue Jahr wünscht
Stefan Hutterer


Bad Griesbach i Rottal


Leider habe ich nie eine Antwort erhalten... :weinen:

Das mit den 18 statt 21 Tagen hat mich auch positiv überrascht werde gegebenen falls selbst mal ein solches Experiment machen und dann berichten. :foto:


Viele Grüße
Stefan
Beste Grüße
Stefan (Fanterer)
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Beginn mit kleinen Bienen

Beitragvon Rüdiger D. » So Sep 15, 2013 5:44 pm

Hallo Resistant Beecom,
ich habe mittlerweile das meiste Eurer Seite oder 75% gelesen und finde alles sehr lesenswert.
Da ich mich für Varoaresistenz interessiere, werde ich wohl öfter vorbeischauen. ICh habe derzeit 10 Völker und imkere das 2. Jahr (Langstroth 2/3 System). Ich fange gerade an die Basics zu lernen, wie man Varroa zählt und berechnet. Ich hatte mir schon 4 unbegattete Königinnen (von P. Jungels) mit erhöhter Varoatoleranz gekauft und die bei mir am Stand begatten lassen. Allerdings baue ich wie gesagt gerade die Bewertung auf. Das Einzige was ich sagen kann ist, das die Bienen etwas "griffiger" oder verteidigungsbereiter sind.
ALs Konsequenz aus dem gelesenen habe ich mittlerweile bei meinen Völkern der Rähmchenabstand auf 32mm (mit 5-er Polsternägeln) verringert. DIe Wabengröße beträgt bei mir allerdings noch 5,6mm (mit dieser Dreiecksmethode gemessen). Kann ich dies Jahr nicht mehr ändern.
Ich habe allerdings eine Referenz im Netz gefunden (Buchner (1959, Dt. Bienenwirtschaft,S.2-4)) der beschreibt das sich die Wabengröße auch mit der Anzahl des Bebrütens minimiert. So soll der Innendurchmesser von 5,37mm nach 6 maligen Bebrüten nur noch 5,13mm betragen und nach 38 maligen Bebrüten nur noch 4,99mm. D.h. das Wabenschrumpfen geht nicht linear.
In meinem Fall ist es sicher besser, im nächsten Jahr Mittelwände mit kleinerem Wabenmaß zu kaufen.

Grundsätzlich scheint der Milbenbefall in diesem JAhr aber ziemlich gering. Zumindestens in meiner Gegend (Thüringen). Ich habe erst bei einem Ableger gezählt (über eine Woche) und habe keine Milbe entdecken können.

MfG

Rüdiger D.
Rüdiger D.
 

Re: Beginn mit kleinen Bienen

Beitragvon bee » So Sep 15, 2013 6:56 pm

hallo Rüdiger,
Rüdiger D. hat geschrieben:Ich habe allerdings eine Referenz im Netz gefunden (Buchner (1959, Dt. Bienenwirtschaft,S.2-4)) der beschreibt das sich die Wabengröße auch mit der Anzahl des Bebrütens minimiert. So soll der Innendurchmesser von 5,37mm nach 6 maligen Bebrüten nur noch 5,13mm betragen und nach 38 maligen Bebrüten nur noch 4,99mm. D.h. das Wabenschrumpfen geht nicht linear.
In meinem Fall ist es sicher besser, im nächsten Jahr Mittelwände mit kleinerem Wabenmaß zu kaufen.


Da gibt es zwei Probleme.

Zum ersten,
Wenn du solche oft bebrüteten Waben hättest, dann würde zwar die einzelne Zelle kleiner sein, jedoch die Dichte der Zellen auf der Wabenoberfläche wäre dieselbe. Und genau da liegt der Trick der kleinzelligen Bienen:
Mehr Bienen pro Wabenfläche -> Nest kompakter -> Brutnesttemperatur erhöht -> Brutdauer verürzt -> weniger Pflegebienen notwendig -> Bienen müssen sich nicht derart verausgaben und leben länger - Dee spricht von doppelter Lebenserwartung!
Ich erkläre das ganz ausführlich hier:
viewtopic.php?f=48&t=202

Zum zweiten,
Die Bienen werden nicht so lange warten bis die Zellen so klein werden. Sie werden die Waben einfach abhobeln.
Das ist ein ganz normales Verhalten der Bienen das aber in Mitteleuropa vergessen wurde weil andauernd das Wachs erneuert wird.
Nur ein kleiner Hinweis:
Charles Dadant, der ja unbestritten einer der erfahrendsten Imker war, hat NIE die Waben in sienen Stöcken erneuert!
http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Dadant

Ich hab bei meinen Bienen beobachtet dass sie Waben abhobeln und dann sogar mit noch kleinerem Zellmass wiederaufbauten,
nämlich 4,75mm.

Bild

Bild

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Enorm und ungewohnt

Beitragvon bee » Di Sep 17, 2013 7:46 pm

heute hat sich ein Imker, José, aus Málaga im spanischen Forum angemeldet.
Er berichtet dass er Hobbyimker ist und schon sein ganzes Leben lang Bienen hat und jetzt 300 Völker betreut. :verwirrt:
Das sind andere Dimensionen als man das in Germany gewohnt ist. :wink:

Als ich meinen ersten Vortrag auf dem Festlandspanien gab, wurde ich nach Fuenlabrada de los Montes eingeladen.
Ein Dorf nahe Portugal mit 320 Imkern und 440.000 Bienenstöcken :gracias: :gracias: :gracias: :gracias:
Im Dorf gibt es natürlich keine einzige Biene weil... und ich habs nicht glauben können .... da läuft der Honig durch die Strassen!!!!
Der Preis fürs kilo war 1 Euro!!!!!!!!!
Arme Bienen :doll:
:biene:

Fahrt hin wenn ihrs nicht glaubt - das ist unglaublich

Monument - "Der Imker"
Bild

"ein Hoch auf den Imker"
Bild

Imker
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Honig:
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Bienenstöcke
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Re: Diskussionsforum für alle

Beitragvon Noah » Mi Sep 18, 2013 12:28 pm

Hallo Stephan/bee,

nachdem ich mir nun schon zum 3. mal Deinen Vortrag in you tube angschaut habe, stellt sich mir folgende Frage:
Wenn ich richtig verstanden habe erklährst Du das Auftreten von VSH damit, dass eine natürliche Hirarchie bei den Arbeiten des Volkes zu existieren scheint, wobei das hygienische Verhalten ganz unten ist, also bei Mangel an Bienen nicht auf tritt.
Hier in Deutschland ist seit einigen Tagen ein furchtbares Wetter:
Es schwankt zwischen Schauern, Nieselregen, starker Wind, und Tagsüber Termperaturnen zwischen 8 und 15 Grad!
Das heißt:
Bienen fliegegen kaum, meist garnicht, sondern befinden sich alle im Stock, dadurch müssten Arbeiten wie Nahrung sammeln und verarbeiten wegfallen.
Ich kenne mich kaum darüber aus wie viele Bienen genau für welche Tätigkeit gebraucht werden, aber Fakt ist das mehr Bienen für weiniger Arbeit da sind und auch ein wenig länger Leben.
Warum tritt dann noch kein hygignisches Verhalten auf???, oder tritt es auf und ich weiß davon einfach nur nichts???

Viele Grüße Noah
Noah
 

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